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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Antriebsenergie | Ob Elektroautos oder Smartphones – ohne Lithium-Ionen-Akkus würde vielen Trendprodukten schnell der Strom ausgehen. Die effiziente Batterietechnologie wird aber nicht nur unseren Alltag verändern, sondern auch die Zukunft der Intralogistik bewegen. Denn in ihr stecken viele Vorteile, die bisherige Blei-Säure-Akkumulatoren in den Schatten stellen.


Lithium – Ein unscheinbares Leichtmetall, das man bis vor einigen Jahren höchstens aus dem Chemie-Unterricht kannte, ist heute einer der globalen Schlüsselrohstoffe. Eingebettet in Lithium-Ionen-Akkumulatoren (Li-Ion) überzeugt das chemische Element vor allem durch eine Eigenschaft: Seine hohe Energiedichte. Ein Vorteil, der die effizienten Energiespeicher auch für den Einsatz in der Intralogistik empfiehlt.
Als einer der ersten Hersteller förderte Toyota Material Handling das Potenzial der Akkutechnologie. Heute ist das Unternehmen einer der Wegbereiter von Li-Ion in der Intralogistik (Bild 1). Aber was genau macht die Technik zu einer Alternative gegenüber der bewährten Blei-Säure-Batterien?

Bild 1 Fakt statt Vision: Lithium-Ionen-Geräte sind schon heute in vielen Bereichen der Intralogistik im Einsatz.

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Fakt statt Vision: Lithium-Ionen-Geräte sind schon heute in vielen Bereichen der Intralogistik im Einsatz.

Stromstärken und Schwächen

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Schnelles Zwischenladen erwünscht: Kurze Ladeintervalle in Mitarbeiterpausen sind für Lithium-Ionen-Akkus kein Problem.

Wenn es darum geht, möglichst viel Energie auf möglichst wenig Raum zu speichern, setzt Lithium-Ionen-Technik Maßstäbe. Neben der Akkukapazität überzeugen die modernen Energiespeicher aber auch durch ihre flexible Ladecharakteristik. Durch höhere Ladeströme verkürzen sich die Ladezeiten im Vergleich zu klassischen Systemen. Auch Zwischenladungen sind für Lithium-Ionen-Akkus kein Problem. Im Gegensatz zu klassischen Blei-Säure-Batterien, die bei Zwischenladungen oft unter dem Memory-Effekt leiden – einem langfristigen Kapazitätsverlust durch häufige Teilentladungen. Durch die neue Flexibilität beim Laden, lassen sich Prozesse optimieren und Abläufe neu gestalten (Bild 2).
Auch beim Handling können Lithium-Ionen-Batterien Vorteile vorweisen: Während bei Blei-Säure-Batterien die Betriebsflüssigkeiten regelmäßig nachgefüllt werden müssen, sind Lithium-Ionen-Akkus wartungsfrei. Auch die aufgrund von möglichen Ausgasungen vorgeschriebenen brandschutztechnischen Anforderungen beim Laden entfallen bei den neuen Energiespeichern. Doch in einem Punkt bleibt die klassische Blei-Säure-Batterie ihrem Konkurrenten noch überlegen: Den Anschaffungskosten. Heute sind Lithium-Ionen-Akkus noch teuer – auch wenn es aktuell Bewegung im Markt gibt, die ein Sinken des Preisniveaus ankündigen. Heute relativieren die Akkus den preislichen Abstand durch mehr Flexibilität und eine längere Lebensdauer. Im Durchschnitt überstehen Lithium-Ionen-Akkus bis zu 2 500 Ladezyklen und halten damit in etwa doppelt so lange wie Blei-Säure-Batterien.

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