Sonntag, den 24. September 2017
Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 2

Intralogistik für eine vernetzte Welt

Digitalisierte Logistikprozesse | Der Parksteiner Generalunternehmer Witron Logistik + Informatik GmbH hat im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 485 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 15,5% %. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Pressekonferenz am Firmensitz in Parkstein weiterhin bekannt gab, stieg die Mitarbeiterzahl im Lauf des Jahres 2016 auf über 2 800 Beschäftigte an. Allein in den vergangenen vier Jahren hat Witron 1 000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Auch die Tochterfirma FAS FörderAnlagenService bleibt auf Wachstumskurs. Hier stieg der Umsatz um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Wie Witron den Weg in die Zukunft gestalten will, darüber gab Geschäftsführer Helmut Prieschenk einen Einblick während der Presseveranstaltung (Bild 1).


Bildartikel zu 092017_MA_Witron_Bild 1.jpg

Bild 1
Witron-Geschäftsführer Helmut Prieschenk: „Die Welt wird immer vernetzter. In der Logistik spüren unsere Kunden und wir diesen Trend ganz besonders.“

„Die Welt wird immer vernetzter. In der Logistik spüren unsere Kunden und wir diesen Trend ganz besonders. Informationen und Algorithmen spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle – Daten sind zweifelsohne der entscheidende Rohstoff der Zukunft“, sagt Prieschenk und ergänzt: „Digitalisierung darf jedoch nie reiner Selbstzweck sein, am Ende des Tages müssen sich Projekte und Geschäftsmodelle rechnen.“ Die Kunden bestellten nicht wegen der Schlagworte Digitalisierung oder Industrie 4.0, sondern weil sie einen Return-on-Invest (ROI) erreichen und wettbewerbsfähiger werden wollen – oder zum Beispiel die Verfügbarkeit von Systemen konsequent steigern möchten.
Um die physische Welt mit der digitalen verknüpfen zu können, müsse ein Paradigmenwechsel stattfinden – weg von einer linearen Supply Chain, hin zu Echtzeit-Logistiknetzwerken. „Auf dem Weg dahin müssen wir „End-to-End„ denken und handeln“, so der Geschäftsführer. Produktion, Lieferanten, Intralogistik, Transport und Konsumenten werden in diesem Netzwerk dank einer Vielzahl an Daten und Informationen immer mehr zu einem vernetzten Wirkungsgefüge. Ziel ist die übergreifende Optimierung des Wertschöpfungs-Netzwerks. Um dies zu schaffen sind zwei entscheidende Dinge notwendig: Die vertikale und horizontale Durchgängigkeit des „Ökosystems Intralogistik“ sowie die Integration der unterschiedlichen Netzwerk-Teilnehmer via Standard-Schnittstellen. Witron hat hierfür das so genannte Witron 4.0-Portal geschaffen – ein intelligentes Portal, welches die gute Anbindung von Witron-Systemen an und in die Außenwelt sicherstellt.
Neben dieser Integration der verschiedenen Ökosysteme realisierte Witron zwischenzeitlich einen Digitalen Zwilling, den „WiTwin“. „Der WiTwin ist die digitale Kopie eines physischen Logistikzentrums und kann somit für eine Vielzahl von Aktivitäten entlang der Projektlaufzeit - also beispielsweise Planung, Implementierung und Tests sowie später für Operation und Instandhaltung - effektiv genutzt werden“, erklärte Prieschenk.

Starkes Wachstum im Bereich Service

Ein sehr starkes Wachstum verzeichnet Witron im Bereich der Serviceleistungen. Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen 1 400 Mitarbeiter im Bereich Service und damit 40 % mehr als im Vorjahr. Der Service-Umsatz stieg um 30 % auf rund 130 Mio. € an.
„Wir bedienen derzeit rund 400 Service-Kunden“, erklärte Christian Dietl, Geschäftsführer Witron Service, in Parkstein. „Die große Herausforderung für uns ist, Technik, Prozesse und Menschen zu integrieren – und das in immer flexibleren, dynamischen, automatisierten Anlagen und mit Erreichung der höchsten Wirtschaftlichkeit.“ Witron verfolgt hier die Strategie „optimalen Nutzen des Systems sowie des gesamten Lagerbetriebs zu erreichen, bei gleichzeitigem Schutz der Investition“ und sieht sich als Partner über den gesamten Lebenszyklus.

Seite des Artikels
Autoren

 Thomas Wöhrle

Verwandte Artikel

Schlanke Prozesse für den Cerealienversand

Lagerverwaltung für Schnuller & Co

“Wir bieten Intralogistik aus einer Hand“

Ganzheitliche Vernetzung im Fokus

Anlagenverfügbarkeit und Prozesseffizienz steigern