Freitag, den 22. September 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Fahrerlos auf dem Vormarsch

Bild 2 Automatischer Zugriff im Lager durch fahrerlose Regalbediengeräte: Der viarobot.

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Automatischer Zugriff im Lager durch fahrerlose Regalbediengeräte: Der viarobot.

Hinzu kommen dann noch das aktive Lastaufnahmemodul, die Hubeinrichtung und in manchen Fällen auch der Roboterarm. Im Technologieforum zeigen die Experten der Firmen viastore Systems, des Start-ups Magazino und des Fraunhofer-Instituts für Materialfuss und Intralogistik IML, Lösungen für genau diese Anforderung im Markt (Bild 2).

Kommissionierung mit dem FTF

Der weltweit stetig zunehmende Online-Handel verlangt nach automatisiertem Kommissionieren mit FTF, was ein weiterer Fokus des Technologieforums ist. Das Motto „Bestellen in Sekunden – Kommissionieren in Minuten – Ausliefern in Stunden“ bestimmt den Takt der Intralogistik. Es entstehen neue Paradigmen der teil- oder vollautomatisierten Kommissionierung mit FTF wie z. B. „Ware-zum-Mann“, „Mann-zur-Ware“, „Pick-by-Voice“, „Pick-by-Light“ oder auch „Pick-by-Robot“. Um diese zu erörtern, präsentiert die Firma Safelog Lösungen in den Feldern „Intelligenter Kommissionierwagen“ sowie „Pick-by-Light“ mit dem „Beamer Shuttle“. Grenzebach Maschinenbau zeigt neueste Applikationen mit dem mobilen Warenträger „Carry“. Diese unterfahren die Regale, heben sie an und bringen sie aus dem Lagerbereich zu den Pickstationen und wieder zurück. Dieses Prinzip setzt Amazon weltweit in seinen Zentrallagern ein.

Cloud-Navigation für FTF

Für die vernetzte Intralogistik haben die Wissenschaftler am Fraunhofer IPA die „Cloud-Navigation“ entwickelt. Dabei profitiert die gesamte Intralogistik-Flotte davon, dass die einzelnen FTF ihre lokal erfassten Navigationsdaten zur Umgebung und Verkehrssituation zentral in einem z. B. firmeninternen Cloud-Server bereitstellen. Aus diesem stets aktuellen und umfassenden Vorwissen resultieren eine deutlich effizientere Bahnplanung, genauere Lokalisierung und in Folge ein verbesserter Durchsatz. Die einzelnen FTF könnten zusätzlich als „lean client“ agieren, benötigten also weniger Hardware und verfügten trotzdem über eine hohe Navigationsintelligenz, weil rechenintensive Navigationsalgorithmen in den Cloud-Server ausgelagert werden können. Auch die Einbindung externer stationärer Sensoren, beispielsweise aus der Produktionsumgebung, sowie eine Bereitstellung von Navigationsfunktionalitäten als Service sind möglich.

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