Freitag, den 21. Juli 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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ROI in weniger als 24 Monaten erreicht

Kommissionierfehler vermeiden | Kaizen heißt „ständige Veränderung zum Besseren“: So viel Japanisch versteht bei Assmann jeder der rund 330 Mitarbeiter. Das Kaizen-Prinzip wurde am Produktionsstandort in Melle bereits 1999 eingeführt und zieht sich durch sämtliche Unternehmensbereiche. Im Jahr 2014 stand die Kommissionierung der Möbelteile als Vorstufe der Montage im Fokus der Betrachtung. Bis zu sieben Kommissionierer picken hier täglich in zwei Schichten rund 4 500 Einzelteile, die anschließend in den Montagelinien zu Komplettmöbeln verarbeitet werden (Bild 1).


Bild 1 Bis zu sieben Kommissionierer picken bei Assmann Büromöbel täglich in zwei Schichten rund 4 500 Einzelteile, die anschließend in den Montagelinien zu Komplettmöbeln verarbeitet werden. Mit Voice- Picking konnte die Pickleistung um 20 % gesteigert werden.

Bild 1
Bis zu sieben Kommissionierer picken bei Assmann Büromöbel täglich in zwei Schichten rund 4 500 Einzelteile, die anschließend in den Montagelinien zu Komplettmöbeln verarbeitet werden. Mit Voice- Picking konnte die Pickleistung um 20 % gesteigert werden.

Früher erfolgte die Kommissionierung der Holzteile mit Picklisten aus Papier, die von den Mitarbeitern am Vortag der Montage abgearbeitet wurden. Im Durchschnitt besteht ein Büromöbel von Assmann aus zehn verschiedenen Einzelteilen, wie z. B. Seiten, Böden oder Türen. Beim Zusammenstellen der Teilesätze kam es jedoch immer wieder zu Verwechslungen. Betroffen waren zum Beispiel die unterschiedlichen Dekore, deren Farbnuancen im Licht einer Lagerhalle nicht leicht erkennbar sind.
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Bild 2
Uwe Bahr, Leiter Informationstechnologie und Organisationsentwicklung bei Assmann Büromöbel: „Die Kommissionierer haben den Blick und beide Hände frei für das Heben der oft sperrigen und schweren Holzplatten.“

„Die Kommissionierfehler führten zu kostspieligen Verzögerungen in der Fertigung und Fehlbuchungen bei den Beständen“, erinnert sich Uwe Bahr, Leiter Informationstechnologie und Organisationsentwicklung bei Assmann Büromöbel (Bild 2).
Ein weiteres Problem der früheren Methode waren die langen Anlernzeiten für die insgesamt 15 Kollegen, die regelmäßig oder als Springer in der Kommissionierung arbeiten.
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Bild 3
Peter König-Slickers, IT-Koordinator bei Assmann Büromöbel: „Die Kollegen können sich jetzt voll und ganz auf ihre Tätigkeit konzentrieren und werden nicht durch ein manuelles Abhaken von Papierlisten abgelenkt.“

„Die Mitarbeiter mussten sich aufgrund der vielen Varianten und der fehlenden Fachnummern auf den Picklisten sehr gut im Lager auskennen“, betont IT-Koordinator Peter König-Slickers (Bild 3).

Starten ohne Sprachprofil

Vor diesem Hintergrund suchte man bei Assmann Büromöbel ein Kommissionier-Verfahren, das auch neue Mitarbeiter schnell und fehlerfrei durch den Prozess führt. Ein weiteres Ziel war die Steigerung der Pickleistung. „Uns war klar, dass sich dafür am besten die Sprachsteuerung beziehungsweise Pick-by-Voice eignet“, erklärt Bahr. Nach einer Analyse der verschiedenen Anbieter entschied man sich im Oktober 2013 für die Lösung „ZetesMedea Voice powered by MCL Voice“. „Wir hatten von Anfang an das Gefühl, bei Zetes eine kompetente und engagierte Beratung zu bekommen“, so König-Slickers, der die Einführung von Pick by Voice als Projektleiter verantwortete.

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Autoren

 Tanja Stemmermann