Freitag, den 21. Juli 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Erfolgsfaktor Mensch

Mensch-Maschine-Schnittstelle | Prozesse in Lager und Produktion werden immer mehr zu Null-Fehler-Zonen. Der Einbau von Bauteilen ist minutengenau vorgeplant, bevor diese per Paket überhaupt die Verladerampe erreichen. Was aber, wenn es genau hier im Wareneingang zu Problemen kommt? Ein Paket lässt sich von den Lageristen nicht mehr dem richtigen Produktionsteam zuordnen, weil die Barcode-Etiketten unleserlich beschädigt sind. Die gesamte Industrie 4.0-Planungskette kommt ins Schwanken, wenn solche „Produktions-Stotterer“ nicht schnellstmöglich korrigiert werden.


Egal ob 1D/2D-Barcodes, RFID (LF, HF, UHF), eine hybride Mischung aus beiden oder jede Technologie separat – der Panmobil Werker 4.0 ist ein Wearable, mit dem sich alle Scan-Varianten vom Nutzer „anfassen“ lassen.

Egal ob 1D/2D-Barcodes, RFID (LF, HF, UHF), eine hybride Mischung aus beiden oder jede Technologie separat – der Panmobil Werker 4.0 ist ein Wearable, mit dem sich alle Scan-Varianten vom Nutzer „anfassen“ lassen.

Vor diesem Hintergrund ist die Qualitätssicherung weiterhin ein entscheidender Industrie 4.0-Faktor, um den sich alle smarten Fabriken verstärkt kümmern müssen. Damit dies gelingt, hat der AutoID-Hersteller Panmobil aus Köln eine Lösung fürs Handgelenk entwickelt, die den Menschen als entscheidenden Kontrollfaktor in den gesamten Produktionsprozess integriert (Bild). Ein RFID/Barcode-Datenhandschuh, welcher durch den Einsatz modernster Kamera-Technologie für die Lager- und Kommissionier-Technik einen weiteren Schritt nach vorne bedeutet.

Spezialfälle im Wareneingang 4.0

Ein Produkt, das auf der Verladerampe erfasst wird, hat ein Vorleben. Es wurde bestellt und ausgezeichnet, mit Versandpapieren versehen und dann auf den Weg geschickt. Per elektronischer Datenübermittlung wurde dem Empfänger das Paket angekündigt. Dieser hat die Ware eingeplant und sichergestellt, dass der entsprechende Mitarbeiter bereitsteht, um sie im Lager in Empfang zu nehmen und richtig einzulagern. Industrie 4.0 pur! Aber gerade hier – im Wareneingang – gibt es tagtäglich spezielle Situationen, die trotz großer Themen wie „Big Data“ und „Internet der Dinge“ noch nicht zu 100 % rund laufen und aufwendige Industrie 4.0-Produktionsketten wiederholt ins Schwanken bringen.
Zum einen lässt sich im täglichen Wareneingangsbereich immer wieder beobachten, dass eintreffende Artikel vom Lageristen überhaupt nicht zugeordnet werden können, weil der Lieferant bspw. einen Unterlieferanten mit dem Versand beauftragt hat. Oder eine Lieferung beinhaltet unterschiedliche Produkte, die nur die Artikelnummern des Lieferanten tragen und nicht mit denen des Bestellers übereinstimmen. Teilweise sind Artikel überhaupt nicht mit einem Barcode oder Lieferzettel ausgezeichnet und können beim Eintreffen nicht näher bestimmt werden. Weiteres Problem sind Beschädigungen bei der Lieferung, weil ein Paket nicht ordnungsgemäß verpackt wurde. Hier muss beim Versender oder beim Transporteur schnell reklamiert werden, um Ersatz auf den Weg zu bringen. Die enorme Zeitverzögerung, die durch diese Sonderfälle entsteht, bringt den gesamten Fertigungsablauf kostspielig durcheinander und ist weit entfernt vom Industrie 4.0– Kerngedanken einer smarten Fabrik der Zukunft.

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Autoren

 Stefan Leske