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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Datenbrillen für die Intralogistik

Kommissioniertechnik | Gemeinsam mit dem Logistik-IT-Entwickler Picavi hat das Unternehmen Stahlwille ein Innovationsprojekt für noch effizientere intralogistische Prozesse verwirklicht. In dem Wuppertaler Logistikzentrum des führenden Werkzeugherstellers werden seit August 2016 Datenbrillen mit der Pick-by-Vision-Lösung von Picavi zur Kommissionierung von 11 500 Lagerplätzen eingesetzt (Bild). Dabei haben die Logistikmitarbeiter den Auftrag immer im Blick und gleichzeitig die Hände frei, um kleine wie große Werkzeuge schneller zu picken.


Standorttreue ist für das Traditionsunternehmen Stahlwille wichtig, ebenso wie Innovationen voranzutreiben und erfolgreich zu realisieren. Um die Effizienz im Logistikzentrum am Stammsitz in Wuppertal ohne Baumaßnahmen noch weiter zu steigern, wurde nach einem neuen Kommissioniersystem gesucht. Mit dem Ziel, die 12 000 verschiedenen angebotenen Werkzeuge, Ersatzteile und Geräte sicherer zu Lieferungen zusammenzustellen, zu verpacken und noch schneller deutschlandweit sowie international zu verschicken. Eine Ablösung des bisher eingesetzten Systems – bestehend aus Terminals auf den Vertikalkommissionierern und Handscannern – durch Pick-by-Voice schien dabei jedoch nicht sehr geeignet: Sprachansagen hätten bei dem zahlenlastigen System zu viel Aufmerksamkeit erfordert und eine zu hohe Fehleranfälligkeit gehabt. Die Logistikmitarbeiter sollten die Auftragsdaten immer wieder einfach einsehen können und gleichzeitig die Hände freihaben, um Zeit zu sparen.

Elf Datenbrillen gestalten die logistische Arbeit bei Stahlwille ergonomischer – pro Vertikalkommissionierer eine.

Elf Datenbrillen gestalten die logistische Arbeit bei Stahlwille ergonomischer – pro Vertikalkommissionierer eine.


„Mit Pick-by-Vision lassen sich komplexe Logistikprozesse einfach darstellen und die Datenbrillen sind in die bestehende Systemarchitektur zu integrieren. Das hat uns damals überzeugt und heute wissen wir, dass wir mit Picavi die richtige Entscheidung getroffen haben“, berichtet Andreas Putsch, Leiter der Logistik bei Stahlwille, über die erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit der Picavi GmbH hat man einen kompetenten Partner gefunden, der sich mit Datenbrillen und der dazugehörigen Software auskennt. Denn mit dem richtigen Know-how ist die Technologie prädestiniert für den intralogistischen Einsatz, da sie flexibel an alle Eventualitäten angepasst werden kann. Und hat dadurch Potenzial, auch andere Bereiche wie Warenein- und -ausgang, Inventur oder Retourenmanagement zu optimieren.
So wurden Bedienung und Benutzeroberfläche von Picavi an die Eigenheiten und Anforderungen bei Stahlwille angepasst und das Pick-by- Vision-System konnte nach nur zwei Monaten Projektlaufzeit in den Echtbetrieb integriert werden. Schnell hatte man mit der w3logistics AG, dem Anbieter des Lagerverwaltungssystems (LVS) von Stahlwille, eine Schnittstelle für einen reibungslosen Datentransfer entwickelt – ohne kostenintensiv in die Systemarchitektur eingreifen zu müssen. Zu diesem Zweck wird das bereits vorhandene Funknetz genutzt.

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Autoren

 Janna Schellartz

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