Sonntag, den 24. September 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Internationalität auf Rekordniveau

Fachmesse | Dem enormen Interesse der Aussteller im Vorfeld der interpack 2017, die der weltweit bedeutendsten Messe der Verpackungsbranche eine Rekordbeteiligung von 2 865 Unternehmen beschert hatte, folgten Anfang Mai Messetage mit weiteren Bestmarken: 74 % der 170 500 Besucher kamen aus dem Ausland nach Düsseldorf – darunter drei Viertel Entscheider (Bild).


Mehr als 170 000 internationale Besucher zählten die Verantwortlichen der diesjährigen Verpackungsfachmesse interpack. Top-Trend an vielen Ständen war das Thema der weiteren Digitalisierung des Produktionsprozesses auf dem Weg zu Industrie 4.0-Anwendungen. Eine in diesem Sinne vernetzte Produktion ermöglicht es beispielsweise, personalisierte Verpackungen wirtschaftlich zu produzieren oder Rückverfolgbarkeit zu garantieren

Mehr als 170 000 internationale Besucher zählten die Verantwortlichen der diesjährigen Verpackungsfachmesse interpack. Top-Trend an vielen Ständen war das Thema der weiteren Digitalisierung des Produktionsprozesses auf dem Weg zu Industrie 4.0-Anwendungen. Eine in diesem Sinne vernetzte Produktion ermöglicht es beispielsweise, personalisierte Verpackungen wirtschaftlich zu produzieren oder Rückverfolgbarkeit zu garantieren

Die hohe Quote der deutschen und internationalen Fachleute aus insgesamt 168 Ländern sorgte für zufriedene Gesichter bei den Ausstellern, die sich über vielversprechende Geschäftsanbahnungen und sogar konkrete Abschlüsse freuen konnten - laut Messeveranstalter nicht selten im siebenstelligen Bereich. Umgekehrt profitierten die Besucher von einer international unerreichten Vielzahl an ausgestellten Innovationen und einem ausführlichen Marktüberblick. Das wurde auch entsprechend in der Bewertung der Messe honoriert: Beinahe 98 % gaben in der offiziellen Befragung an, zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Besuch der interpack 2017 zu sein. Das Angebotsinteresse galt dabei allen Bereichen der Fachmesse, wobei das Thema Packmittelproduktion im Vergleich zur Vorveranstaltung einen deutlichen Aufmerksamkeitssprung verzeichnete.
„Die interpack ist eine absolute Pflichtveranstaltung für die Unternehmen der Branche und ein wichtiger Impulsgeber. Sie ist alle drei Jahre nicht nur eine einzigartige Leistungsschau, sondern auch der Ort, an dem Anbieter und Kunden aus aller Welt zusammenkommen, um sich auszutauschen und Geschäfte zu machen“, unterstreicht Friedbert Klefenz, Präsident der interpack 2017.

Top-Trends: Digitalisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit

Top-Trend an vielen Ständen war das Thema der weiteren Digitalisierung des Produktionsprozesses auf dem Weg zu Industrie 4.0-Anwendungen. Eine in diesem Sinne vernetzte Produktion ermöglicht es beispielsweise, personalisierte Verpackungen wirtschaftlich zu produzieren oder Rückverfolgbarkeit zu garantieren. Außerdem spielten modulares Design von Verpackungsmaschinen und Prozesslinien und optimierte digitale Bedienkonzepte eine große Rolle, um die Komplexität in der Produktion zu reduzieren und größtmögliche Flexibilität für Losgrößenänderungen oder Produktvarianten zu erreichen. Um Komplexität bereits im Produktionsprozess von Maschinen und Anlagen sowie in der Schulung und dem Betrieb beherrschbarer zu machen, setzten einige Unternehmen auf Virtual Reality-Anwendungen, die eine Maschine oder Anlage ganzheitlich erlebbar machen. Das Thema Nachhaltigkeit blieb auch zur interpack 2017 omnipräsent. Die Unternehmen zeigten verbesserte Ressourceneffizienz, sowohl bei dem verwendeten Material mit immer dünneren Wandstärken als auch im Produktionsprozess. Zudem gewinnen alternative Packstoffe an Boden.

Erfolgreiche Sonderthemen

Zum Thema Industrie 4.0 gab es nicht nur von Ausstellern Innovatives zu sehen. Auch die in Kooperation mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) ausgerichtete gleichnamige Sonderschau zeigte neueste Ideen und Ansätze und wurde von den Besuchern exzellent angenommen. Publikumsmagnet war dort unter anderem der Demonstrator „smart4i“, der personalisierte Power-Banks produzierte und verpackte. Dabei war nicht nur der gesamte Workflow digital - von der Online-Bestellung bis zur Rückverfolgbarkeit - sondern die Maschine selbst mithilfe eines virtuellen Zwillings in Rekordzeit gebaut und vorher in Kooperation mehrerer Universitäten vernetzt geplant worden.

Save Food Kongress und innovationparc

Sechs Jahre nach der Gründung von Save Food ist die Initiative zu einer breiten Allianz aus mehr als 850 internationalen Mitgliedern aus Industrie, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und Forschungsreinrichtungen angewachsen. Meilenstein der Initiative ist der Save Food-Kongress zur interpack, der in seiner dritten Ausgabe von den Teilnehmern für seine breite thematische Ausrichtung sehr gelobt wurde. Er folgte einem multidimensionalen Ansatz, um das Thema Nahrungsmittelverluste und -verschwendung umfassend zu beleuchten. So nahmen mit Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittel- sicherheit, und Gargi Kaul, Joint Secretary & Financial Adviser im indischen Ministerium für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie, hochrangige Abgesandte aus Politik genauso als Redner teil wie Wissenschaftler, engagierte NGO-Aktivisten und Vertreter der Industrie.

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Deutscher...

... Verpackungspreis 2017

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und  Energie  sucht  das  Deutsche  Verpackungsinstitut  (dvi)  nach den besten Lösungen und Innovationen rund um die Verpackung. Noch bis zum 30. Juni 2017 haben Unternehmen, Institutionen und  Einzelpersonen  aus  dem  In-  und  Ausland  die  Chance,  ihre besten Produkte in einer von 10 Kategorien einzureichen. Die Gala der Gewinner findet am 26. September 2017 in der Humboldt-Box vor dem Berliner Schloss statt.
Bei der materialübergreifenden Leistungsschau prämiert eine unabhängige Fachjury die besten Innovationen aus der Wertschöpfungskette  der  Verpackung.  Der  Wettbewerb  richtet  sich  an  Designer, Entwickler,  Hersteller  und  Anwender.  Auszubildende  und  Studierende  können  in  ihrer  eigenen  Kategorie  kostenfrei  teilnehmen. Neben dem Deutschen Verpackungspreis wird seit 2016 auch der Gold-Award vergeben.
Anmeldungen  zur  Veranstaltung  erfolgen  über  die  Website  des Deutschen  Verpackungspreises  unter  www.verpackungspreis.de oder www.packagingaward.de.

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