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Ausgewählte Ausgabe: 04-05-2017 Ansicht: Modernes Layout
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BIEK-Nachhaltigkeitsstudie 2017

Marktforschung | Für die Zukunft bieten alternative Antriebstechnologien und innovative Zustellkonzepte für die Kurier-, Express- und Paket-Verkehre (KEP) weitere große Nachhaltigkeitspotenziale. Welche das sind, zeigt eine Studie des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK).


Einige zentrale Ergebnisse der Studie lauten: Noch ist es für die KEP-Branche unwirtschaftlich, konventionell motorisierte Zustellfahrzeuge durch batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) zu ersetzen. Zudem ist das Angebot in den Fahrzeugklassen, die für die KEP-Branche in Frage kommen, sehr begrenzt. Bis zur Marktreife von BEV bietet die CNG-Technologie Potenziale für mehr Nachhaltigkeit, insbesondere wenn Bio-Methan verfügbar ist. Jedoch ist das herstellerseitige Angebot geeigneter CNG-Nutzfahrzeuge für die Letzte Meile ebenfalls sehr eingeschränkt. Bei den innovativen Zustellkonzepten wird das Mikro-Depot-Konzept als besonders nachhaltig eingestuft. Autonom fahrende Zustellfahrzeuge werden im urbanen Logistikmix eine wichtige Rolle spielen, ergänzt durch autonome Zustellroboter. Für Same Day Delivery und für Zeitfensterzustellungen gibt es seitens der B2C-Empfänger eine zusätzliche Zahlungsbereitschaft. Auch die Akzeptanz von autonomen Zustellrobotern ist gegeben. Dennoch wird der persönliche Lieferservice durch Paketzusteller von den B2C-Empfängern sehr geschätzt. Autonom fliegende Paketdrohnen werden in urbanen Ballungsräumen hingegen keine nennenswerte Rolle spielen, allenfalls bei privilegierten Sendungen. Als sinnvolle Alternative zur konventionellen Adresszustellung werden von den B2C-Empfängern anbieteroffene, direkt an der Zustelladresse installierte Paketboxen angesehen.

Herausforderungen meistern

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Am 23. März 2017 hat Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik, die Nachhaltigkeitsstudie 2017 des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik im Rahmen einer Pressekonferenz in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin vorgestellt.

„KEP-Dienste sorgen für lebendige Städte und den reibungslosen Alltag der Menschen“, sagt Florian Gerster, Vorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik. „Im Jahr 2020 sollen fast 4 Mrd. KEP-Sendungen in Deutschland verschickt werden, knapp 1 Mrd. mehr als 2015. Das ist einerseits ein toller Erfolg und zugleich eine enorme Herausforderung. Denn Städte und die Umwelt ächzen unter immer mehr Fahrzeugen auf den Straßen. Deshalb setzen die KEP-Dienstleister auf Innovationen. Aber auch die Politik muss handeln: Investitionen in Elektrofahrzeuge im Güterverkehr müssen gezielt gefördert werden, damit diese schneller in den urbanen Wirtschaftsverkehr eingeführt werden. Für Mikro-Depots im öffentlichen Straßenraum muss Rechtssicherheit geschaffen werden. Dies sollte analog zur geplanten gesetzlichen Privilegierung von Parkflächen für Carsharing-Fahrzeuge geschehen.“

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