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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Erweiterung mit hohem Automationsgrad

Lagerausbau | Keller & Kalmbach – führender Dienstleister für das C-Teile-Management – hat mit Hilfe von Jungheinrich die Kapazitäten seines Zentrallagers mehr als verdoppelt. Die Erweiterung umfasste sowohl das automatische Paletten- als auch das Kleinteilelager sowie die Fördertechnikanlage (Bild 1). Für die Kommissionierung und KLT-Befüllung wurde eine eigene Halle mit Ware-zur-Person-Arbeitsplätzen und einem Palettierroboter errichtet. Jungheinrich war für Planung, Projektierung und Realisierung der gesamten Intralogistik als Generalunternehmer verantwortlich.


Bild 1 Mit der Erweiterung hat Jungheinrich die Lager- und Kommissionierkapazität des Zentrallagers von Keller & Kalmbach verdoppelt.

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Mit der Erweiterung hat Jungheinrich die Lager- und Kommissionierkapazität des Zentrallagers von Keller & Kalmbach verdoppelt.

Bereits im Jahr 1878 wurde Keller & Kalmbach in München als Großhandel für Schrauben und Schmiedebedarf gegründet. Inzwischen hat sich das Unternehmen zu einem führenden Dienstleister für das C-Teile-Management weltweit entwickelt. 2016 erwirtschaftete Keller & Kalmbach mit rund 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 270 Mio. Euro. Fast doppelt so viel wie noch 2009 als unter der Projektleitung von Jungheinrich der erste Bauabschnitt des neuen Zentrallagers in Hilpoltstein gebaut wurde (siehe auch LfU 6-2010, Seiten 27-29). Grund für dieses außerordentliche Wachstum war die konsequente Fokussierung der Firma auf das C-Teile-Management für Industriekunden. Dieses beinhaltet die komplette Beschaffung, Disposition, Lagerhaltung und Bereitstellung von C-Teilen in Kleinladungsträgern (KLT). Dabei werden besondere Anforderungen an die Intralogistik im Lager gestellt – etwa in Hinblick auf die Kommissionierung und Reihenfolge der Behälter bei der Palettierung. Schließlich sollen Keller & Kalmbach-Kunden ihre Ware zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Menge angeliefert bekommen.

Schrittweise Inbetriebnahme im laufenden Betrieb

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Bild 4
Dr. Ingomar Schubert, Leiter Supply Chain Management bei Keller & Kalmbach.

Durch die größeren Lagermengen und die Zunahme der Artikelvielfalt wurde der Platz im neuen Zentrallager Hilpoltstein schneller knapp als erwartet. „Wir benötigten relativ schnell mehr Lagerkapazität“, erinnert sich Dr. Ingomar Schubert, Leiter Supply Chain Management bei Keller & Kalmbach (Bild 4). Daher entschloss sich die Geschäftsleitung 2013 zu einer Erweiterung des Zentrallagers. Als Generalunternehmen wurde dafür wieder Jungheinrich mit ins Boot geholt, weil die Intralogistikexperten als Systemintegrator alles aus einer Hand liefern. Bezahlt machte sich nun, dass beide Partner das Lager schon bei der Ursprungskonzeption auf eine mögliche Erweiterung ausgelegt hatten.
Ende 2014 wurde die Erweiterung des Hochregallagers um zunächst zwei Gassen und später drei weiteren Gassen vorgenommen. Bereits im Juli 2015 konnte das insgesamt um 37 000 Stellplätze vergrößerte Palettenlager in Betrieb genommen werden. Das in Dach- und wandtragender Silokonstruktion errichtete neue Hochregallager (HRL) hat eine Länge von 120 m, eine Breite von 23 m sowie eine Höhe von 37 m. Fünf Einmast-Regalbediengeräte mit je 2 Lastaufnahmemitteln erreichen auf 35 Ebenen bis zu 25 Doppelspiele pro Stunde und Gasse für hochdynamische Anforderungen.

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