Sonntag, den 23. April 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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3D-Matrix erhöht Flexibilität und Effizienz

Bild 3 Die auf Ebene 0 angelieferten, behälterfähigen Artikel werden an 4 Wareneingangsplätzen in Behälter umgepackt.

Bild 3
Die auf Ebene 0 angelieferten, behälterfähigen Artikel werden an 4 Wareneingangsplätzen in Behälter umgepackt.

Im neuen Logistikzentrum von Karl Storz sind in der gegenwärtigen Ausbaustufe 42 Navette-Fahrzeuge im Einsatz. Die auf Ebene 0 angelieferten, behälterfähigen Artikel werden an vier Wareneingangsplätzen in Behälter umgepackt (Bild 3). Großvolumige Artikel werden palettiert vereinnahmt und von Staplern in einen Blocklager-Bereich überführt. Fördertechnik-Linien führen die Artikelbehälter an die Übergabeplätze für die Lifte, so genannte Navette-Heber. Besonderheit: Die Fördertechnik und die Übergabeplätze befinden sich unter dem Navette-Lager. Der Regalbau für die 120 000 Behälterstellplätze des Navette-Lagers wurde auf der Betondecke einer zweiten Ebene errichtet. Auf diese Weise sind Fördertechnik und Kommissionierbereiche komplett vom Lagerspeicher getrennt. Durch dieses Konzeptionsmerkmal der 3D-Matrix Solution ist nicht nur der Lagerspeicher ohne nennenswerte Betriebseinschränkungen flexibel erweiterbar. Vielmehr lassen sich Lager- und Arbeitsbereiche auch mit unterschiedlichen Heiz- und Beleuchtungswerten führen – wodurch erhebliche Energieeinsparungen zu erzielen sind.

Sequenztower für optimale Pickfolgen

An den Übergabeplätzen übernehmen die Lifte die Behälter mit zwei unabhängig voneinander gesteuerten Rollenförderern. So können die Ladungsträger separat auf dem LAM ausgerichtet und von den Liften auf verschiedene Fahrebenen einzeln abgegeben werden. Die Navette-Heber sind mit identischen LAM ausgestattet wie die Navette-Fahrzeuge. Bei Karl Storz sorgen zwölf solcher Lifte für den vertikalen Transport der Behälter in den Lagerspeicher. Sie versorgen sieben Fahrebenen im Regalbau, auf denen die Navette jeweils vier Lagerebenen bedienen. An Transferplätzen auf den Fahrebenen puffern die Lifte das Lagergut für die Übernahme durch die Navette. Dort greifen die Shuttles mit ihren beiden LAM bedarfsgerecht bis zu vier Behälter ab, verfahren sie in ihrem Gassenbereich und verbringen sie an die designierten Lagerplätze.
Für die Auftragskommissionierung stößt SAP EWM die Auslagerung der entsprechenden Behälter an. Dabei lagern die Navette die Behälter zunächst wahllos aus. Die Lifte greifen die Behälter ab und übergeben sie an die Fördertechnik unterhalb des Lagerspeichers. Dort bedienen die Förderstrecken vier Sequenztower, die vier Kommissionierarbeitsplätzen vorgelagert sind. Aus diesem Behälterpuffer werden die Behälter sequenziert nach Strategien für eine optimale Pickreihenfolge an die vier Kommissionierplätze ausgelagert. An diesen Ware-zur-Person-Arbeitsplätzen wird aus je einem präsentierten Quellbehälter in zwei Zielbehälter kommissioniert. Die Pickvorgaben aus SAP EWM erfolgen über eine spezielle, von SSI Schäfer entwickelte Dialoganzeige. Bestätigt werden die Picks an Drucktasten ähnlich dem Pick-by-Light-Prinzip. Über die im SAP-System hinterlegten Stammdaten und eine an den Pickplätzen integrierte, automatische Gewichtserfassung wird die Kommissionierung bereits während der Pickprozesse auf ihre Richtigkeit überprüft. Anbruchbehälter und die kommissionierten Auftragsbehälter werden nach Abschluss der Kommissionierung wieder im Navette-Lager eingelagert. Beim Abruf zur Versandfertigstellung erfolgt die sequenzierte Auslagerung der Behälter an sechs Packplätze auf Ebene 0.

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