Mittwoch, den 16. August 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Optimale Bestandstransparenz

Identtechnik | Der Modeeinzelhandel inszeniert seine Marken. Schick gestylt - und vor allem hands-free für die Mitarbeiter - sollen unsichtbar in der Ladendecke integrierte RFID-Lesegeräte neue Erkenntnisse über den Kunden bringen (Bild).


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G-Star Franchisenehmer Denimwall nutzt Fixed Reader Infrastructure und Software von Detego bereits im Store in New York.

Die nächste Generation des Merchandise Managements verwendet hands-free RFID-Reader Systeme, die jederzeit eine vollständige Bestandstransparenz sowie nahezu 100 % Artikel- Bestandsgenauigkeit liefern, ohne die Notwendigkeit periodischer, manueller Bestandserfassungen durch Filialmitarbeiter. Die sogenannte RFID-Fixed-Reader-Infrastructure ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad und reduziert administrative Prozesse. Die Effekte sind gerade im beratungsintensiven Modegeschäft erheblich: Das Personal hat mehr Zeit für den Kunden und wird durch automatisierte Nachfüll- bzw. Bestellprozesse geführt. Regallücken werden somit vermieden.
Über Fixed Reader Infrastructure wird der Store in Zonen gegliedert. Ein Aufbau, der mittels Echtzeit-Analysen aufschlussreiche KPIs (Key Performance Indicators - Schlüsselzahlen) liefert. Das passive RFID-Etikett am Kleidungsstück verrät den UHF RFID-Readern in der Decke all seine Bewegungen im Store inklusive dem Übergang von einer in die nächste Zone. Interessant ist hier, wie oft ein Artikel in die Umkleidekabine genommen und danach auch zur Kasse gelangt, also tatsächlich auch gekauft wird. Das Lese-System liefert gemeinsam mit der Analyse-Software auch die Information, welche Kampagnen-Artikel hingegen selten oder nie anprobiert werden. Die berühmte Conversion Rate, lange schon im E-Commerce eine wichtige Kennzahl, gibt dank dieser Technologie nun im Store mehr Aufschluss über Kundenpräferenzen. Selbst eine statistische Aussage über Kombinationen mehrerer Artikel, die häufig mit zur Umkleide genommen werden, ist möglich.

Zusatzartikel pushen

Durch das Zusammenspiel von RFID-Transponder mit Decken-Readern und der Echtzeit-Analytics-Software der österreichischen Firma Detego wird die berühmte Customer Experience aktiv unterstützt. Die Reader identifizieren beispielsweise beim Betreten der Umkleide die Artikel, die der Kunde mit sich führt und pushen ihm passende Zusatzartikel – entweder auf einen Screen oder auf einen interaktiven Spiegel. Recommendations, der Klassiker unter den Amazon-Features („Kunden, die sich für diesen Artikel interessierten, haben sich auch diesen angesehen“) aktiviert Cross Selling Potenzial. Bewährte Mechanismen aus dem E-Commerce aufzugreifen und im Store umzusetzen, ist ein entscheidender Schritt zur Digitalisierung im Store. Die „Customer Experience“ – der Masterplan im Omnichannel – wird so Wirklichkeit und bleibt nicht nur leeres Versprechen.
Der Einsatz von fest verbauten RFID-Decken-Readern hat die notwendige Performance und einen attraktiven Preispunkt erreicht, sodass einer vollautomatischen, permanenten Bestandserfassung auf der Fläche nichts mehr im Wege steht. In Kombination mit intelligenter In-Store Echtzeitanalyse-Software können Modehändler ihre Warenströme, Kampagnen und Store-Prozesse optimieren, um mehr Umsatz zu machen. Mit den entsprechenden Analysedaten bekommen sie volle Transparenz in alle Kanäle, auch in den Store.

Autoren

 Uwe Hennig

CEO Detego GmbH

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