Donnerstag, den 23. Februar 2017
Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 8

So wird das Logistikjahr 2017

Umfrage | Die fortschreitende Digitalisierung wird sicher vielfältige Konsequenzen für alle Teilaspekte der Supply Chain haben. Wir haben die Entscheidungsträger einiger Logistikunternehmen nach ihrer Einschätzung gefragt, in welche Richtung sich die Branche in diesem Jahr weiterentwickeln wird. Und auch wenn die Antworten unterschiedlich ausfielen, scheint eines festzustehen: Die Logistik bleibt weiterhin spannend und vor allem in Bewegung.


Norman Memminger, Geschäftsführer Toyota Material Handling Deutschland

Die digitale Vernetzung hat zahlreiche Einflüsse auf die Produktion und Logistik: Die Vernetzung aus Produktions-, Distributions- und Verbraucherkette wird eine zentrale Rolle einnehmen und die Prozesse sowie die digitale Kommunikation maßgeblich bestimmen.
Für die Kunden werden Aspekte wie Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit oder kleine Losgrößen zunehmend selbstverständlicher. Unternehmen müssen ihre Strukturen entsprechend ausrichten, um diesem Wandel begegnen zu können. Dabei gilt es, die Balance zwischen Kostendruck, Ressourceneinsatz,  Qualität  und  Sicherheit  zu  halten.  Für  die  Logistik  ergeben  sich  neben  Herausforderungen auch Möglichkeiten für neue Lösungen, Weiterentwicklungen und Kooperationen. Die klassische Intralogistik wird noch stärker als bisher als Full-Service-Provider in die Supply Chains der Industrie eingebunden – Materialien und Ressourcen stehen just-in-time zur Verfügung.
Digitale Vernetzung für mehr Flexibilität und Effizienz im Warenfluss:
Um die Warenflüsse zu optimieren ist die Synchronisation von Informationen und Daten sowohl zwischen den Unternehmenseinheiten als auch unter den kooperierenden Unternehmen unabdingbar. Die Forderung, Daten in Echtzeit nutzen zu können, um die Auslastung von Geräten zu steuern,  Kostentreiber  zu  ermitteln  oder  aktiv  die  Flotten  dezentral  zu  managen,  wird  stetig steigen. Lösungen wie z.B. Flottenmanagementsysteme geben schon heute eine Antwort auf diesen  Bedarf.  Somit  wird  die  Entwicklung  von  Software  zur  verbesserten  Transparenz  auch  in  naher Zukunft im Fokus stehen.
Einsatz von „smarten Geräten und Lösungen“:
Die Vorteile von intelligenten Transport- oder auch Assistenzsystemen liegen darin, dass sie Verkehr und Prozesse  steuern  und  auch  mit  umliegenden  Systemen  kommunizieren;  das  steigert  die  Produktivität. Zudem bilden sie eine sinnvolle Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Investitionen in Automatisierung werden demzufolge weiter zunehmen.
Beispiele aus der Intralogistik:
 fahrerlose Transportsysteme,
 automatische Warenerkennung durch augmented Reality oder
 halb-automatisierte Geräte in der Kommissionierung, die den Kommissionierablauf deutlich stressfreier gestalten.
Für den Wirtschaftsstandort Deutschland bieten diese Entwicklungen eine hervorragende Chance, Potenziale für Wachstum und mehr Arbeitsplätze zu nutzen. Es gilt, den technologischen Wandel mit zu prägen und sich als Logistik-Partnerland weiter zu profilieren.

Seite des Artikels
Verwandte Artikel

Logistik-Mitarbeiter werden Smart Talents

Am Stapler drucken

Logistikbranche in der Zwickmühle

Der Logistiker-Wunsch nach fehlerfreien Prozessen

Logistisches Leuchtturmprojekt