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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Logistisches Leuchtturmprojekt

Transportbehälter | Mit einem digitalen Leuchtturmprojekt für die Automobilindustrie hat sich BLG Logistics gemeinsam mit Bosch, dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), GS1 Germany und queo in einem Technologiewettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgesetzt: Das Projekt „SaSCh“ – ein Akronym für „Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains“ – ist seit dem 11. Oktober 2016 Teil des Förderprogramms „PAICE“, das wichtige Impulse für die Digitalisierung der Wirtschaft setzen soll.


Ein smarter Behälter für die Automobilindustrie.

Ein smarter Behälter für die Automobilindustrie.

Die Produktion eines Fahrzeugs basiert auf einer komplexen Supply Chain, an der eine Vielzahl von Lieferanten und Logistikdienstleistern beteiligt sind. „Diese hohe Komplexität stellt enorme Anforderungen an das Qualitätsmanagement“, erklärt Jakub Piotrowski, Director Business Development Contract bei der BLG Logistics Group AG & Co. KG und ergänzt: „Eine hohe Produktqualität ist nicht von einem Unternehmen allein, sondern von einem gelungenen Zusammenspiel aller Partner entlang der Supply Chain abhängig.“ Grundlage dafür sei zum einen ein unternehmensübergreifender Informationsaustausch. Zum anderen müssen die erhobenen Daten für die Nutzer verständlich aufbereitet werden. An diesen beiden Punkten setzt das Forschungsprojekt SaSCh an: Durch den konsequenten Einsatz von Sensoren sollen Qualität und Zustand der in der Supply Chain bewegten Bauteile besser abgesichert werden. Stationäre und mobile Sensorlösungen sollen dabei helfen, die qualitätsrelevanten Daten zu erfassen. „Ganz im Sinne des Internets der Dinge entwickeln wir smarte Behälter, die den Transport von Waren noch transparenter gestalten“, so Piotrowski (Bild). Ziel ist es, für die Automobilindustrie eine schlanke und robuste Supply Chain ohne Sondertransporte, Nacharbeiten, Produktionsstillstände oder Rückrufaktionen zu schaffen.

Einsatz in der Automobilindustrie

Es ist das erste Mal, dass ein Projektvorhaben die technischen und methodischen Voraussetzungen für einen unternehmensübergreifenden Austausch von Sensor- und Qualitätsdaten schafft und validiert sowie diese Daten in digitalen Services in Kombination mit den bestehenden Möglichkeiten zum Austausch von Tracking- und Tracing-Daten nutzt. SaSCh, das auf einen Zeitraum von 36 Monaten ausgelegt ist, umfasst zunächst fünf Teilprojekte, in denen sich auch die jeweiligen Kompetenzen der Partner im Projektkonsortium widerspiegeln. Gemeinsam mit Bosch wird das Geschäftsfeld BLG Industrielogistik den Lösungsansatz auch im Rahmen eines vereinfachten Anwendungsfalls aus der Automobilindustrie testen. GS1 Germany sichert die Standardisierung der Prozesse. Das BIBA übernimmt die wissenschaftliche Verwertung und unterstützt mit seinen Innovationen zur 3D-Zustandserfassung und zur autonomen Planung und Steuerung. Um die digitalen Services einfach und intuitiv für den Menschen nutzbar zu machen, bringt queo seine Erfahrungen zur Gestaltung intuitiver Benutzerschnittstellen ein.
Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerhalb des Technologieprogramms „PAICE-Digitale Technologien für die Wirtschaft“ gefördert und vom Projektträger „Informationstechnologien / Elektromobilität“ im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln betreut.

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