Sonntag, den 25. Juni 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Logistikimmobilien-Trends für 2017

Marktbetrachtung | Viel Bewegung herrscht derzeit auf dem Logistikimmobilienmarkt: Der boomende E-Commerce und die damit verbundene Flächennachfrage, die zunehmende Konsolidierung von Produktion und Logistik wie auch das hohe Transaktionsvolumen auf dem Kapitalmarkt prägen das Bild. Marktexperten gehen davon aus, dass die damit verbundenen Trends auch 2017 anhalten werden (Bild 1).


Bild 1 Logistikimmobilien sind momentan sehr begehrt und stehen im Fokus von Investoren.

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Logistikimmobilien sind momentan sehr begehrt und stehen im Fokus von Investoren.

Die Zunahme des E-Commerce – auch im Lebensmittelbereich – befeuerte 2016 die Diskussionen um City-Logistik-Konzepte und die Gestaltung der sogenannten „letzten Meile“. Beim 33. Deutschen Logistik Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL), im Oktober letzten Jahres, wurde beispielsweise in Foren wie „Zukunft der urbanen Logistik“ oder „Handel im Wandel“ über die Auswirkungen dieser disruptiven Entwicklungen auf die Logistik diskutiert. Ein Ende dieser Debatte ist auch in 2017 kaum in Sicht. Denn immer mehr Kunden kaufen online und erwarten eine möglichst schnelle Lieferung ihrer Waren.
Um den steigenden Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden, experimentiert die Branche mit verschiedensten Pilotprojekten: Amazon, beispielsweise, hat für seinen Prime-Now-Service mit einem 20 000 Artikel umfassenden Sortiment einen ehemaligen Elektronikmarkt auf dem Kurfürstendamm in Berlin angemietet, um das Stadtgebiet innerhalb von zwei Stunden versorgen zu können. Der Paketdienstleister UPS betreibt ein Pilotprojekt in Kooperation mit der Hansestadt Hamburg, in dem Container auf öffentlichen Parkplätzen für den Umschlag und die anschließende Feinverteilung per Fahrradkurier bereitgestellt werden.
Ein weiteres Projekt zur City-Logistik ist 2016 in Nürnberg angelaufen: Die Kurier-Express-Paket-Dienstleister DPD und GLS prüfen unter wissenschaftlicher Leitung den Einsatz von Mikro-Depots und Lastenrädern in der Innenstadt sowie in einem Wohngebiet. Die gemeinschaftliche Kooperation soll innovative Lösungen für die „letzte Meile“ erarbeiten und anschließend in der Praxis erproben.
Auch Projektentwickler wie Segro oder Four Parx arbeiten an neuen Konzepten, etwa der gemischten Nutzung aus Logistik, Büro und Handwerk, was auch bei Kommunen gut ankommt. In Lagen mit besonders wenig verfügbarer Fläche oder hohen Grundstückskosten entstehen bereits mehrstöckige und mehrmandantenfähige Immobilien. So baut Segro etwa in München-Daglfing gerade eine zweistöckige Logistikimmobilie mit jeweils 8 000 m², bei der auch das zweite Stockwerk über eine Rampe angefahren werden kann.

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