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Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2016 Ansicht: Modernes Layout
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FTS 4.0 – Fahrerlos auf Erfolgskurs

Branchentreffen | Unter dem Motto »FTS 4.0 – Fahrerlos auf Erfolgskurs« informierten sich am 27. und 28. September mehr als 200 Teilnehmer auf der FTS-Fachtagung am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML über Best-Practice-Lösungen rund um die Auswahl, die Einführung und den Betrieb von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS).


Bild 1 Mehr als 200 Teilnehmer diskutierten Ende September in Dortmund über aktuelle und zukünftige Anwendungen im Bereich Fahrerlose Transportsysteme.

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Mehr als 200 Teilnehmer diskutierten Ende September in Dortmund über aktuelle und zukünftige Anwendungen im Bereich Fahrerlose Transportsysteme.

Mit einer ausgebuchten Fachausstellung und mehr als 200 Teilnehmern verzeichnete die 13. FTS-Fachtagung, deren fachlicher Träger der „VDI-Fachausschuss 309 – Fahrerlose Transportsysteme“ ist, in diesem Jahr eine neue Rekorde (Bild 1). Im Mittelpunkt der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung standen vor allem die massiven Veränderungen, die die FTS-Welt durch neue Marktteilnehmer und innovative Technologien, z. B. rund um autonom fahrende Pkw, erwarten.
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Bild 2
Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, stellte in seinem Eröffungsvortrag klar: „Wer nicht selbst Software produziert, kann auch nicht innovativ mit diesem Werkstoff umgehen.“

Den Auftakt zur Veranstaltung machte Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, mit seinem Impulsvortrag „Schwärme(n) für die Logistik“ (Bild 2). Dabei rückte er das Thema Software in den Fokus und gab sogleich die Richtung vor: Wer nicht selbst Software produziert, könne auch nicht innovativ mit diesem Werkstoff umgehen. Das gelte auch und vor allem für die Hersteller von FTS, da es die Software sei, die die Fahrzeuge erst in Bewegung setze. Als Beispiel stellte ten Hompel die vom Fraunhofer IML entwickelte Stack Access Machine (SAM) vor (Bild 3). Das Stapelbediengerät kann einzelne Behälter vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen – und sich sein Lager sogar selbst bauen, ganz ohne Regal.
Bild 3 Vorgestellt wurde auch die vom Fraunhofer IML entwickelte Stack Access Machine (SAM). Das Stapelbediengerät kann einzelne Behälter vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen – und sich sein Lager sogar selbst bauen, ganz ohne Regal.

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Vorgestellt wurde auch die vom Fraunhofer IML entwickelte Stack Access Machine (SAM). Das Stapelbediengerät kann einzelne Behälter vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen – und sich sein Lager sogar selbst bauen, ganz ohne Regal.

Vollautomatisierte Kühllagerlösung

Christian Odgaard, Logistics Manager bei Arla Foods in Aylesbury, berichtete in seinem Vortrag über den Einsatz von 90 lasergeführten Fahrzeugen in Europas größter und modernster Molkerei. Die Molkerei hat nach und nach alle Bereiche ihrer Fabrik automatisiert. Die 90 mit Lithium-Ionen-Technologie angetriebenen Fahrzeuge ermöglichen dabei eine vollautomatisierte Kühllagerlösung, in der die Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) die komplette Warenbeförderung ausführen. Die automatische Kühllagerlösung besteht neben den 90 FTF u. a. aus 22 Ladestationen, 8 Fertigungslinien, 30 Versandschächten und einer SAP-EWM-Lagerverwaltung.
Über eine FTS-Anlage mit 29 Fahrzeugen beim belgischen Lebensmitteleinzelhändler Delhaize, die mit Lithium-Titanat-Oxyd-Batterien ausgestattet sind, berichtete Supply Chain Project Manager Jurgen Limbourg. Dabei stellte er den kompletten Weg der Implementierung dieser FTS-Lösung vor. Die FTF wurden dabei vom FTS-Hersteller Balyo geliefert, die Lithium-Akkus von der Firma Leclanché.

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Autoren

 Julian Jakubiak

 Thomas Albrecht

Dr.-Ing. Günter Ullrich

Berater und Planer im Bereich Fördertechnik, Materialfluss, Logistik sowie Leiter des VDI-Fachausschusses FA 309 „FTS“ und des Forum-FTS (www.forum-fts.com) sowie Autor der FTS-Fibel (www.fts-fibel.de).

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