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Ausgewählte Ausgabe: S2-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Bremsen intelligent überwachen und steuern

Sie können Sicherheitsbremsen einfach und schnell überwachen oder ermöglichen die gleichmäßige und sanfte Verzögerung von Maschinen und Geräten – die intelligenten Module Roba-brake-checker und Roba-torqcontrol von mayr Antriebstechnik machen Bremsen fit für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Sie schaffen zudem die Voraussetzungen für vorbeugende Fehlererkennung und Wartung und damit für eine gesteigerte Produktivität von Maschinen und Anlagen.


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Bild 1
Das Modul Roba-torqcontrol ist eine intelligente und wirtschaftlich attraktive Lösung, mit der anpassbare Bremsreaktionen möglich sind und Maschinen definiert zum Stillstand gebracht werden können.

Bei der Fahrt mit dem Pkw nutzt der Fahrer die Fußbremse, um den Wagen gezielt und sanft zu verzögern. Niemand würde auf die Idee kommen, im Pkw bei voller Fahrt die Hand- beziehungsweise Parkbremse zu betätigen. Genauso ist auch bei Geräten und Maschinen-Anwendungen mit dynamischen Bremsungen oftmals eine dosierte, gleichmäßige Verzögerung wünschenswert. Da allerdings elektromagnetische Federdruckbremsen anders als Pkw-Bremsen konstruktionsbedingt nur zwei Betriebszustände kennen – nämlich „Bremsmoment vorhanden“ und „Bremsmoment aufgehoben“ – erfolgt jeder Bremsvorgang mit dem maximal zur Verfügung stehenden und durch die Federkraft bestimmten Bremsmoment. So wird bei Geräten wie zum Beispiel Flurförderzeugen, die wechselnde Beladungen haben können, die Bremse bislang bezogen auf die Maximalbeladung dimensioniert. Allerdings ist es nicht immer sinnvoll, mit dem vollen Bremsmoment zu arbeiten. So kann bei Teilbeladung eine stärkere Verzögerung zu einer Beschädigung des Transportgutes oder sogar zum Blockieren beziehungsweise Rutschen der Räder führen. Und auch bei Anwendungen wie zum Beispiel Folien-Wickelmaschinen, bei denen sich das Drehmoment mit ab- beziehungsweise zunehmendem Wickelradius ändert, ist oftmals eine Begrenzung der Zugkräfte durch ein entsprechend angepasstes Bremsmoment zum Schutz des Materials aber auch der Maschinenkonstruktion wichtig. Deshalb hat mayr Antriebstechnik nun mit dem Modul Roba-torqcontrol eine intelligente und wirtschaftlich attraktive Lösung entwickelt, mit der anpassbare Bremsreaktionen möglich sind und Maschinen definiert zum Stillstand gebracht werden können (Bild 1).

Sanft und angepasst bremsen

Voraussetzung für diese elektronische Bremsmomentregelung ist, dass die Anlage die Betriebszustände wie beispielsweise Beladung, Geschwindigkeit oder Beschleunigung erfasst und in ein Vorgabesignal für das Modul Roba-torqcontrol umwandelt. „Wird das Modul in einem geschlossenen Regelkreissystem verwendet, ist es möglich, definierte Verzögerungsrampen zu fahren, das heißt, die Maschinen sanft und entsprechend der Anforderungen zum Stillstand zu bringen“, erklärt Frank Timmler aus der Elektronik-Entwicklung bei mayr Antriebstechnik. „Mit dem Modul gelingt es uns, die Anpresskraft auf die Bremsbeläge und somit das Bremsmoment während des Betriebs stufenlos zu verändern. Daneben lassen sich bei Anwendungen, die ein konstantes Bremsmoment in engen Toleranzgrenzen fordern, mit einer solchen Bremsmomentregelung negative Einflüsse auf die Bremsmomentkonstanz kompensieren. Unsere Kunden schätzen besonders, dass sich das Modul Roba-torqcontrol sehr einfach in übergeordnete Steuerungs- und Reglungssysteme einbinden lässt und keine unerwünschten Rückkoppelungen auf die Steuerungs- und Regelungssysteme entstehen.“
Das Modul Roba-torqcontrol kann entweder mit 24 V oder 48 V Gleichspannung betrieben werden und Bremsen mit einem Spulennennstrom von 10 A beziehungsweise 5 A ansteuern. Mit zwei Digitaleingängen lässt sich die resultierende Anpresskraft auf die Bremsbeläge auf 30 %, 50 %, 75 % oder 100 % der Nennfederkraft vorgeben (Bild 2). Alternativ ist auch ein stufenloses analoges Vorgabesignal von 0 bis 10 V (30 bis 100 %) möglich.

Bild 2 Messergebnisse Strom versus Drehmoment: Mit zwei Digitaleingängen lässt sich die resultierende Anpresskraft auf die Bremsbeläge auf 30 %, 50 %, 75 % oder 100 % der Nenn-federkraft vorgeben.

Bild 2
Messergebnisse Strom versus Drehmoment: Mit zwei Digitaleingängen lässt sich die resultierende Anpresskraft auf die Bremsbeläge auf 30 %, 50 %, 75 % oder 100 % der Nenn-federkraft vorgeben.

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Autoren

 Simone Dauer

Pressereferentin bei mayr

Kontakt:
Chr. Mayr GmbH + Co .KG
Eichenstraße 1
87665 Mauerstetten
www.mayr.com 

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