Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: S1-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 4

Elektrisch schaltbare Haltebremse für Serienanwendungen

Elektromagnetisch schaltende Federdruckbremsen folgen seit Jahrzehnten herstellerübergreifend einem vergleichbaren Konstruktionsprinzip: Sie bestehen zum überwiegenden Teil aus Metall und werden direkt über Verschraubungen an ihrem massiven metallischen Gehäuse an anderen Antriebskomponenten befestigt. Kendrion hat nun ein neuartiges Konzept entwickelt, bei dem die Bremse in einem Kunststoffgehäuse untergebracht ist. Durch diese patentierte Bauart erhält der Anwender eine Haltebremse mit elektromagnetisch verbesserter Performance, bei der die magnetischen Streuverluste aufgrund kleinerer Eisenquerschnitte signifikant geringer sind. Weitere Vorteile ergeben sich durch einfachere Fertigungs- und Montageschritte sowie durch das sehr geringe Gewicht. Im Vergleich zu Federdruckbremsen ähnlicher Leistung mit Metallgehäuse sind die Kunststoffbremsen um über 50 % leichter.


Bild 1 Federdruckbremsen werden üblicherweise an der B-Lagerseite eines Elektromotors angebaut. Im unbestromten Zustand drücken Federn gegen die Ankerscheibe der Bremse.

Bild 1
Federdruckbremsen werden üblicherweise an der B-Lagerseite eines Elektromotors angebaut. Im unbestromten Zustand drücken Federn gegen die Ankerscheibe der Bremse.

Die Miniaturisierung ist schon seit etlichen Jahren eine treibende Kraft beim technischen Fortschritt. Eng mit ihr verknüpft ist der Wunsch nach möglichst geringer Masse, niedrigem Energieverbrauch und Kostenoptimierung. Dieser Trend hat auch auf die Bremsentechnik Auswirkungen. Neue Federdruckbremsen im Kunststoffgehäuse sind im Vergleich zu den konventionellen Metallausführungen bei ähnlicher Leistung um über 50 % leichter, bieten eine elektromagnetisch verbesserte Performance und können mit den geeigneten Werkzeugen kostenoptimiert gefertigt werden. Mögliche Einsatzfelder finden sich deshalb vor allem bei Serienanwendungen, bei denen eine oder mehrere Bremsen in mobilen Antriebseinheiten oder Geräten zum Einsatz kommen, zum Beispiel bei Treppenliften, Leichtbaurobotern oder anderen Produkten, die in größeren Stückzahlen gefertigt werden und möglichst leicht sein müssen.

Ideale Sicherheitsbremsen

Elektromagnetische, ruhestrombetätigte Federdruckbremsen sind ideale Sicherheitsbremsen, wenn bewegte Massen oder Lasten im Stillstand sicher gehalten werden müssen. Ihre Funktionsweise und Eigenschaften basieren prinzipiell auf einfachen physikalischen Zusammenhängen (Bild 1). Sie werden üblicherweise an der B-Lagerseite eines Elektromotors angebaut. Im nicht bestromten Zustand drücken Federn gegen die Ankerscheibe der Bremse. Die üblicherweise aufgeklebten Reibbeläge des Rotors, der über eine Verzahnung mit der Motorwelle verbunden ist, werden zwischen dieser Ankerscheibe und der Anbaufläche der Bremse auf der Motorrückseite eingespannt.

Seite des Artikels
Verwandte Artikel

Bremsen intelligent überwachen und steuern

Fahrt durch den Dschungel – Sicherheitsbremse für den Outdoorlift

Klemmsysteme sorgen für Sicherheit in Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschinen

Permanentes Bremsenmonitoring

Mess- und Prüfprozesse sichern mit Klemm- und Bremselementen

Vollständig geprüfte Roboterbremsen