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Ausgewählte Ausgabe: S1-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Energieeffiziente Antriebsstränge für Klimaschutzziele von Paris

Mit dem Klimaschutzabkommen von Paris hat sich die Welt ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf unter 2 Grad. Die Industrie kann und muss dabei einen wesentlichen Beitrag leisten. Neue Normen und Verordnungen braucht es dafür nicht – wohl aber intelligentere Konzepte, etwa bei den Antriebssträngen. Die Mechanismen der Industrie 4.0 – neue Kommunikations- und Informationstechnologien – helfen dabei (Bild 1).


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Bild 1
Mit einer ganzheitliche Betrachtung über die Produktsicht hinaus, können wichtige Meilensteine für energieeffiziente Produktionen gesetzt werden.

Das Potenzial, das sich aus einer energieeffizienten Produktion ergibt, lässt sich leicht an Zahlen verdeutlichen: Im vergangenen Jahr hat Deutschland 647 TWh Strom erzeugt. Abzüglich des Stromexports von knapp 92 TWh verbrauchte davon 45 % die Industrie, davon wiederum etwa zwei Drittel fielen auf die Antriebstechnik – was sich mit rund 160 TWh beziffern lässt. Das entspricht der Leistung aller deutschen Braunkohlekraftwerke. Die Spezialisten für Motion Centric Automation von Lenze sind davon überzeugt, dass sich von diesen 160 TWh 20 % mit vergleichsweise einfachen Mitteln einsparen lassen – und zwar durch den Einsatz energieeffizienter Antriebsstränge (Bild 2). Stränge bedeutet, dass dafür nicht nur speziell auf Effizienz getrimmte Komponenten notwendig sind, umso mehr aber eine ganzheitliche Betrachtung, die über die Produktsicht hinausgeht. Allein die Konzeption intelligenterer Antriebsstränge mit vorhandenen Mitteln bringt bereits 75 % der Gesamtersparnis ein, sind sich die Experten bei Lenze sicher. Köpfchen statt Kupfer lautet die Devise.

Mehr Intelligenz im Antriebsstrang

Bild 2 Durchdachte Kombination: Die Kombination aus Lenze Smart Motor und g500-Getriebe sorgt für mehr Effizienz.

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Durchdachte Kombination: Die Kombination aus Lenze Smart Motor und g500-Getriebe sorgt für mehr Effizienz.

In Zeiten von Industrie 4.0 sprechen wir gerne vom individualisierten Produkt, welches sich in der Losgröße 1 automatisiert fertigen lässt. Wenn wir so intelligent sind, das zu können, dann erscheint es auch möglich, die vollkommen individualisierte Maschine für diese Aufgaben zu bauen. Dafür bieten sich die folgenden Effizienz-Hebel an:
1. Verwendung möglichst effizienter Komponenten für den Antrieb.
2. Dimensionierung des Maschinenantriebs nach de Minimax-Prinzip.
3. Nutzung des Zwischenkreises in der Produktion.
4. Energierückspeisung nicht nutzbarer Energie und entsprechende Dimensionierung der Rückspeisung.
5. Optimierung des Energieverbrauchs der Maschine im tatsächlichen Normbetrieb, zum Beispiel durch intelligente Bahnführung.
6. Dynamische Dimensionierung des Antriebs um das Betriebsoptimum der Maschine an die aktuelle Auftragslage anzupassen.
Diese sechs Punkte zusammen genommen ergeben ein vollständiges Effizienzwerk, welches es jeden Tag neu zu errichten gilt.

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Autoren

Dr. Tim Bendig

Lenze

Kontakt:
Lenze SE
Hans-Lenze-Straße 1
31855 Aerzen
www.lenze.com

Dr. Armin Walter

Lenze

Kontakt:
Lenze SE
Hans-Lenze-Straße 1
31855 Aerzen
www.lenze.com

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