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Ausgewählte Ausgabe: 04-2015 Ansicht: Modernes Layout
CAD
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Multicad neu definiert

Die „Creo“-Produktfamilie von PTC hat Maßstäbe gesetzt, was die Modularisierung von CAD-Software und die Integration von parametrischer und direkter Modelliertechnik anbelangt. Die neue Version 3.0 verbessert nun den Umgang mit CAD-Modellen aus Fremdsystemen ganz erheblich. Außerdem hat PTC die App für die 2D-Konzeptentwicklung deutlich erweitert und stellt eine neue Extension für die komfortable Erzeugung und Verwaltung von Design-Alternativen vor.


Bild 1 Blechgeometrien sind dank neuer Funktionen zum automatischen Anwenden von Biegeentlastungen, Erzeugen von Blechrippen, Biegen von koplanarer Geometrie und Vereinfachen der Gesenk- und Endabwicklungserstellung schnell erstellt.

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Blechgeometrien sind dank neuer Funktionen zum automatischen Anwenden von Biegeentlastungen, Erzeugen von Blechrippen, Biegen von koplanarer Geometrie und Vereinfachen der Gesenk- und Endabwicklungserstellung schnell erstellt.

Mit der Erstvorstellung der Creo-Strategie, die damals mehr Vision als Wirklichkeit war, stellte PTC vier bahnbrechende Innovationen in Aussicht, um die CAD-Technologie auf eine neue Grundlage zu stellen. Eine davon nannte sich „Creo AnyData Adoption“ und adressierte die mangelnde Interoperabilität klassischer MCAD-Systeme, die oft dazu führt, dass Unternehmen an veralteter Technologie festhalten. In Creo 3.0 hat PTC die versprochene Innovation umgesetzt und die Multicad-Fähigkeit der Software umfassend erweitert – bis hin zu der Möglichkeit, Modelle aus anderen CAD-Systemen ohne Konvertierung einzubinden. PTC nennt diesen innovativen Multicad-Ansatz jetzt „Unite Technology“.

Genau genommen bietet Creo 3.0 den Anwendern zwei Optionen, um mit Fremddaten umzugehen: Einmal können sie Modelle aus „Catia“, „NX“ und „SolidWorks“ im Originalformat öffnen und in eine Creo-Baugruppe einbauen, als wären es native Dateien. Es ist sogar möglich, Beziehungen zu den Fremddaten zu definieren – beispielsweise zwischen einer Bohrung in einem nativen SolidWorks-Bauteil und einem Bolzen aus der „Intelligent Fastener Extension“, der neuen Creo-Bibliothek von intelligenten Standard-Verbindungselementen. Das Besondere an der kostenpflichtigen Option der Datenintegration ist, dass die Teile oder Baugruppen bei Änderungen an den Originaldaten automatisch aktualisiert werden. „Dieses Szenario ist sehr interessant für die Kollaboration in Zulieferketten mit heterogenen CAD-Landschaften“, sagt Mike Campbell, Executive Vice President CAD bei PTC.

Das andere Szenario zielt auf die Konsolidierung heterogener CAD-Landschaften in der eigenen Kundenbasis ab. Es gibt zahlreiche Multicad-Kunden, die neben „Pro/Engineer Wildfire“ noch ein anderes System einsetzen. PTC möchte sie gerne davon überzeugen, dass es an der Zeit ist, auf Creo zu standardisieren, und stellt ihnen deshalb kostenlose Konnektoren für das Öffnen und Importieren von Catia-, NX- und SolidWorks-Modellen sowie den Import von CAD-Daten aus „Autodesk Inventor“ und „SolidEdge“ zur Verfügung. Die Schnittstellen konvertieren die Daten ohne Umweg über ein Neutralformat in Creo-Geometrie, so dass sie mit den Direktmodellier-Funktionen in „Creo Direct“ oder der „Flexible Modeling Extension“ von Creo Parametric editiert werden können.

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Autoren

 Michael Wendenburg

Freier Journalist, Sevilla/E

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