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Unternehmen ziehen positive Bilanz aus Transferprojekten

it´s OWL hilft Mittelstand bei der Digitalisierung

Der Technologietransfer aus dem Spitzencluster it´s OWL ist ein Erfolgsmodell. Transferprojekte mit Hochschulen helfen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, neue Technologien für intelligente Produkte und Produktionsverfahren zu nutzen. Dieses Fazit zogen rund 350 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft bei den it´s OWL Transfertagen am 10. und 11. Oktober im Forschungs- und Entwicklungszentrum CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) auf dem InnovationCampus in Lemgo. Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen sollen ab 2018 wieder Transferprojekte durchgeführt werden.

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH) zieht ein positives Resümee: „Unser Technologietransfer aus der Forschung in die Wirtschaft ist sehr erfolgreich. In 171 Transferprojekten konnten Unternehmen neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen in der Produktion oder bei ihren Produkten zu lösen. Die Rückmeldungen sind hervorragend: 74 % der Unternehmen sind mit dem Projektablauf zufrieden. 69 % geben an, dass sie eine wesentliche Weiterentwicklung vollzogen haben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, den Mittelstand in OWL fit für Industrie 4.0 zu machen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“

 

Prof. Dr. Jürgen Krahl (Präsident Hochschule Ostwestfalen-Lippe) ergänzt: „Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL sind für die Unternehmen wichtige Partner bei der Innovationsentwicklung. Das Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und das Fraunhofer IOSB-INA machen beispielsweise Forschungsbereiche in den Bereichen intelligente Vernetzung, Big Data und IT-Sicherheit für Unternehmen verfügbar. In unserer SmartFactoryOWL können Unternehmen gemeinsam mit unseren Experten prüfen, wie sie neue Technologien für ihre eigene Anwendung nutzen können.“

 

98 Unternehmen stellten auf dem Transfertag die Ergebnisse ihrer Transferprojekte sowie die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen vor. Dabei geht es um selbstkorrigierende Fertigung, die einfache Bedienung und die intelligente Vernetzung von Maschinen, ein effizientes Energiemanagement und ganzheitliche Produktentwicklung (Systems Engineering).

So hat beispielsweise das Unternehmen Haseke aus Porta Westfalica gemeinsam mit dem CoR Lab der Universität Bielefeld ein intelligentes Assistenzsystem für die Montage von Tragarmsystemen entwickelt, die für medizinische Operationen eingesetzt werden. Die Werker müssen nun nicht mehr die umfangreiche Montageanleitung lesen. Vielmehr werden die Montageschritte auf einem Bildschirm angezeigt. So werden Montagefehler vermieden. Manuelle Prüfprozesse in der Montage können digitalisiert und die Prüfdaten gleichzeitig dokumentiert werden. Die Produktqualität und die die Effizienz der Fertigung steigen, die Beschäftigen werden entlastet. Das Assistenzsystem soll in einem nächsten Schritt auf weitere Produkte des Unternehmens übertragen werden.

 

Die Firma POS Tuning aus Bad Salzuflen, Hersteller von Displaysystemen zur Warenpräsentation, hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik einen Produktkonfigurator entwickelt. Das Unternehmen hat in der Angebotsphase die Herausforderung, seinen Kunden auf der Basis eines Baukastensystems mögliche Lösungsvarianten aussagekräftig zu präsentieren. Der Produktkonfigurator kann mit Hilfe von Augmented Reality (AR) die kundenspezifischen Displaysysteme virtuell erstellen. Änderungen und Anpassungen von Entwürfen können direkt vor Ort beim Kunden vorgenommen werden. Dadurch wird die Produktentwicklung vereinfacht und beschleunigt. Die Kundenzufriedenheit steigt.

 

Der Spitzencluster it´s OWL will das erfolgreiche Konzept fortführen und auch in Zukunft Unternehmen unterstützen, die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dafür seine Unterstützung zugesagt. Die it's OWL Clustermanagement GmbH und die Transferpartner von it's OWL unterstützen interessierte Unternehmen bei der Entwicklung der Projektidee, der Suche nach einem Forschungspartner sowie der Antragstellung. Transferpartner des Spitzenclusters sind die IHK Lippe, die IHK Ostwestfalen, InnoZent OWL, die OstWestfalenLippe GmbH, OWL Maschinenbau und pro Wirtschaft GT.

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