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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wie man‘s auch dreht und wendet ...

Aderisolation: Die Isolation der Adern soll viele Millionen Bewegungszyklen aushalten. Am besten eignet sich ein Thermoplastisches Elastomer, kurz TPE.
Gleitunterstützung: Elemente helfen den Komponenten im Kabel, sich möglichst reibungsarm gegeneinander zu bewegen. Außerdem dienen sie als Füllstoff, der das Kabel rund macht. Gleitunterstützer können verseilte Kunststofffasern sein, die sich in die Zwischenräume der Adern, den so- genannten Zwickel, schmiegen. Für die richtige Platzierung dieser Füll- fasern ist einiges an Know-how nötig. Dickere Adern werden oft mit einer Vliesbandierung aus Polytetrafluorethylen oder Polyesterfolie umwickelt, die das Gleiten aneinander erleichtert, insbesondere bei Torsion.
Schirmung: Aus Tests ist bekannt, dass bei Torsion die Lücken im Schirmgeflecht im Laufe der Zeit immer größer werden, weil die Drähtchen des Geflechts durch die Torsion auseinandergezogen werden und mit der Zeit brechen. Das treibt den Übergangswiderstand nach oben, darunter leidet der gewünschte Abschirmeffekt. Ab etwa einer halben Million Torsionszyklen ist die Ab-schirmung mit Kupferumlegung dem Geflecht überlegen. Dort zeigen alle Drähtchen in die gleiche Richtung, der Übergangswiderstand ändert sich über die Lebensdauer kaum.
Außenmantel: Material der Wahl ist hier wie in vielen Industrieanwendungen das sehr robuste Polyurethan (PUR).

Lieber dünner

EMV-Schirmung

Bild 3
Die EMV-Schirmung – zum Beispiel als Geflecht aus verzinnten Kupferdrähten – wird bei Leitungen für die Robotik besonders belastet.

Kunden äußern zunehmend die Forderung, dass Kabel so platzsparend wie möglich sein sollen, weil auch die Roboter immer kleiner werden. Zunehmend kommen hier Hybridkabel zum Einsatz, die alle Arten von Leitungen wie Leistung, Daten und Signale enthalten, mitunter sogar Schläuche für Pneumatik oder die Zufuhr von Luft oder Schutzgas. Lapp hat hier Kabel entwickelt, etwa für einen Schweißroboter, der Dutzende Adern für Leistung, Signal und Industrial Ethernet in einem Mantel enthält. Ohne dieses Hybridkabel hätte der Kunde diese Anwendung nicht realisieren können. Obwohl solche Hybridkabel mitunter 30 Millimeter oder dicker sind, benötigen sie gegenüber der Einzelverlegung bis zu 30 Prozent weniger Platz.
Da die Anforderungen an Roboterkabel so unterschiedlich sind, kommen die Hersteller um ausführliche Tests nicht herum. Allerdings gelten bei vielen Kabelanbietern auch dafür hohe Mindestabnahmemengen, teilweise von mehreren Kilometern. Bei Lapp sind bereits Musterlängen ab 100 Meter möglich. So können die Hersteller testen, ohne bereits viel Geld für die Kabel ausgeben zu müssen.

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Kontakt:
U.I. Lapp GmbH
Schulze-Delitzsch-Straße 25, 70565 Stuttgart
Tel.: 07 11/78 38-01, E-Mail: info@lappkabel.de
www.lappkabel.de

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Autoren

 Frank Rothermund

Market Manager Robotics, U.I. Lapp GmbH

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