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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Kugelgewindetrieb mit neuartiger Kugelrückführung

Die Eichenberger Gewinde AG hat einen neuen kaltgerollten Kugelgewindetrieb (KGT) entwickelt. Das schweizerische Unternehmen, das mittlerweile zur Festo-Gruppe gehört, ist bekannt für qualitativ hochwertige Gewindetriebe, die auf hoher konstruktiver Kompetenz und fertigungstechnischem Know-how basieren. Dank ihres ausgeklügelten Kugelrückführungs-Systems setzen die neuen Kugelgewindetriebe Maßstäbe.


Im Linearbereich haben sich gerollten Gewindetriebe durch ihre unbestrittenen Qualitäten längst etabliert. Die Eichenberger Gewinde AG – übrigens der einzige Hersteller gerollter Kugelgewindetriebe in der Schweiz – bietet hierzu ein breites Branchenspektrum, das von der Medizin-, Elektro- und Fahrzeugtechnik über die Textilbranche und Gebäudeindustrie bis hin zur Automatisierung und dem all- gemeinen Maschinenbau reicht. So unterschiedlich die verschiedenen Antriebstechniken auch sind, gibt es dennoch viele Gemeinsamkeiten. Die Anwender achten heute bei Antriebssystemen vermehrt auf wirtschaftliche Gesamtlösungen mit niedrigen Betriebskosten. Gefragt sind „schlankere“ Konstruktionen. Der Gewindespezialist aus Burg, Schweiz, hat das darin liegende Potential erkannt.

 Der neue Kugelgewindetrieb

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„Carry“-Kugelgewindetrieb Typ F, mit neuem Endkappen-Kugelrückführsystem. Es sind Spindeln im Durchmesser von 6 bis 40 mm in Steigungen von 2 bis 40 mm erhältlich.

Bei Eichenberger kommen Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung aus einer Hand. Die kurzen Wege „in house“ und der moderne Maschinenpark ermöglichen hohe Flexibilität und stärken den Innovationsprozess. So gelang es den Konstrukteuren, ein neuartiges, effizientes Fertigungsverfahren zu entwickeln, das die Herstellung einer speziellen KGT-Mutter mit einem ausgeklügelten Umlenksystem in einem Arbeitsgang zulässt. Der neue Kugelgewindetrieb Typ F, eine Weiterentwicklung der Kugelumlaufspindel „Carry“, ist geboren.

Alte Ideen neu gedacht

Bei Kugelgewindetrieben erfolgt die Lastübertragung von der Spindel auf die Mutter durch Kugeln. Der mechanische Wirkungsgrad, der beim herkömmlichen Trapezgewindetrieb in der Regel nicht über 0,4 liegt, geht beim KGT über 0,9 hinaus. Die damit verbundene Energieeffizienz macht den Gewindetrieb zu einer der meist eingesetzten Antriebskomponenten. Die Mutter ist mit einem Rückführungssystem ausgestattet, das die Kugeln wieder zur Ausgangsposition zurücklenkt. Im neuen Kugelgewindetrieb Typ F verlassen die Kugeln im Rückführsystem den Gewindekanal in der Mutter und werden durch eine spezielle, präzise Aussparung in der Kappe aufgefangen, direkt umgelenkt und durch den Mutternkörper zurückgeführt. In der Endkappe erfolgt wieder die Umlenkung in den Gewindegang, wo die Kugel sich „einreiht“, um die ihr zugedachte Aufgabe der Lastübertragung bei geringer Rollreibung zu erfüllen. Es ist unerlässlich, dass die Kugeln beim Übergang von der Mutter in den Umlenkungskanal geschmeidig und geräuschlos rollen. Und das tun sie. Betrachtet man den Kugelgewindetrieb, so erscheint einem die Grundidee plausibel. Wirklich gute Lösungen sind häufig einfach. In diesem Fall ergibt das Zusammenspiel von intelligenter Konstruktion, Einfachheit und ideal angepasster Fertigungsverfahren nicht nur ein deutlich verbessertes Endprodukt, sondern sogar einen Preisvorteil der Gesamtlösung für den Kunden.

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Autoren

 Ursula Schädeli

Marketing
Eichenberger Gewinde AG
 
Kontakt:
Eichenberger Gewinde AG
Grenzstrasse 30
CH-5736 Burg
Tel. 00 41 (0)62 76 51 01 0
E-Mail: info@gewinde.ch
www.gewinde.ch

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