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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Die Ladesäule fährt im Kofferraum mit

Zuhause in der Garage oder auf dem Stellplatz vor dem Büro: Elektroautos werden häufig an einer Haushaltssteckdose betankt. Bisher war das umständlich und dauerte lange. Das neue Ladesystem von Lapp Systems lässt sich dagegen komfortabel bedienen, verkraftet hohe Ladeströme und erfüllt als erstes auf dem Markt die neue IEC-Norm 62752. Wegweisend ist auch das Design.


Auch wenn es immer mehr Ladesäulen im öffentlichen Raum gibt – Elektroautos werden häufig an haushaltsüblichen Steckdosen betankt, vorwiegend nachts oder während der Arbeit. Experten sprechen hier vom sogenannten Mode-2-Laden. Die Anwender fragen sich zu Recht, ob dieser Ladevorgang sicher ist, wie man ihn überwachen kann, was geschieht, wenn man in ein Land mit anderen Steckdosen fährt, und wie man die Batterie des Fahrzeugs in ein Smart Home mit Photovoltaikanlage integriert. Auf diese und viele weitere Fragen müssen die Anbieter von Ladesystemen Antworten finden.

Bild 1 Mobile Ladesäule: das Mode 2-Ladesystem mit IC-CPD der Lapp Gruppe

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Mobile Ladesäule: das Mode 2-Ladesystem mit IC-CPD der Lapp Gruppe


Das ist der Lapp Systems GmbH, Spezialist für Ladesysteme und Fertigkonfektionen innerhalb der Lapp Gruppe, nun gelungen, nämlich mit dem Mode 2-Ladesystem mit „In Cable Control and Protection Device“, kurz IC-CPD. „Das IC-CPD ist eine transportable Ladestation, die den Komfort des Mode-2-Ladens deutlich steigert und aus dem „Notladekabel“ ein vollwertiges Ladesystem macht“, sagt Karl Knezar, Leiter Automotive Business bei Lapp Systems. Das IC-CPD erfüllt zahlreiche Wünsche der Automobilhersteller und deren Kunden. Produziert wird es zusammen mit dem Industriepartner Heidelberger Druckmaschinen AG, der die ausgeklügelte Elektronik im Inneren der Box entwickelt hat.

Neue Sicherheitsnorm

Die Normung, die die Sicherheit des Ladens von Elektrofahrzeugen regelt, hat das Mode-2-Laden bisher stiefmütterlich behandelt, weil es den Status eines Not-Ladekabels hatte. Nun zieht die Normung nach. Von 2018 an gilt die IEC 62752, die insbesondere die Auslegung der Schutzfunk- tionen beim Mode-2-Laden festlegt. Eine betrifft die Ableitströme am Fahrzeug, die so gering wie möglich sein sollen, damit Personen keinen elektrischen Schlag bekommen. Beim Mode-2-Laden war dafür bisher eine Sicherung zuständig, die bei 30 Milliampere Wechselstrom auslösen musste. Mit der IEC 62752 kommt nun auch eine Grenze für Gleichstrom hinzu, die bei 6 Milliampere liegt. Mit dem IC-CPD ist das Mode-2-Ladesystem von Lapp das erste am Markt, das diese Norm erfüllt. Dazu enthält die Control-Box einen Differenzstromsensor, der einen zu hohen Ableitstrom erkennt und bei Gefahr ein mechanisches Relais in weniger als 30 Millisekunden trennt.
Beim Mode-2-Laden an einer Schuko-steckdose wird das Stromnetz bis an seine Grenzen belastet. Ein sicheres Ladesystem muss die Hitze in der Steckdose „spüren“. Dazu sitzen im Stecker des neuen Mode 2-Ladesystems von Lapp zwei Temperatursensoren – einer für jeden Pin –, die die Erwärmung der Steckdose über einen Thermowiderstand messen. Erkennt die Control Box eine kritische Temperatur in der Steckdose, unterbricht die Elektronik die Ladeleistung.

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