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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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48-Volt-Hybrid-Antriebe – kosteneffizient hergestellt

Die weltweit ersten Hybridantriebe, die mit einer Spannung von 48 Volt arbeiten, stammen aus dem Continental-Werk in Nürnberg. Continental elektrifiziert damit je eine Dieselvariante der neuen Renault-Modelle Scénic und Grand Scénic. Mit dem als „Hybrid Assistent“ angebotenem System kommt ein 48-Volt-Hybridantrieb erstmals in Serienfahrzeugen zum Einsatz. Die Fertigung der Elektromotoren ist dank verbesserter Prozesse äußerst effizient.


Bild 1 Ein Beispiel für eine Prozess-Innovation stellt der Stator – der stehende Teil des Elektromotors – dar. Hier werden nicht Kupferdrähte aufgewickelt, wie es in einer klassischen Elektromotoren-Fertigung üblich wäre. Stattdessen kommen mehr als 100 Stäbe („Pins“) aus Kupfer zum Einsatz, die von einem Handhabungsautomaten vollautomatisch in den Träger eingeschoben werden.

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Ein Beispiel für eine Prozess-Innovation stellt der Stator – der stehende Teil des Elektromotors – dar. Hier werden nicht Kupferdrähte aufgewickelt, wie es in einer klassischen Elektromotoren-Fertigung üblich wäre. Stattdessen kommen mehr als 100 Stäbe („Pins“) aus Kupfer zum Einsatz, die von einem Handhabungsautomaten vollautomatisch in den Träger eingeschoben werden.

Der Continental-Standort Nürnberg ist ein international bedeutendes Kompetenzzentrum für Elektromobilität, vor allem durch den Standort im Nordosten, wo der Geschäftsbereich „Hybrid Electric Vehicle“ – der für alle Kernelemente des Elektroantriebs zuständig ist – sowohl entwickelt als auch produziert. Darüber hinaus hat der Continental-Geschäftsbereich „Transmission“ (Getriebesteuerungen) hier seinen Hauptsitz. Insgesamt beschäftigt Continental in der fränkischen Metropole rund 2500 Mitarbeiter.

Verschiedene Motorvarianten einfach herstellbar

KAP-Conti-Bild2

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Der neue Stator

Die neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebe sind für Continental ein wichtiger Schritt zur Verbreitung der Elektromobilität. In nur drei Jahren ab Projektstart entwickelte der Standort ein modulares Fertigungskonzept, mit dem eine effiziente, an den Kostenstrukturen des Volumenmarktes orientierte Herstellung möglich ist. Dafür investierte Continental rund 15 Mio. Euro in neue Produktionsanlagen. Bis zu 200 000 Fahrzeuge können mit den derzeit installierten Anlagen mit 48-Volt-Antrieben ausgerüstet werden. Ein modulares Konzept ermöglicht es, auf diesen Anlagen Produkte für verschiedene Automobilhersteller herzustellen, die sich zum Beispiel hinsichtlich Größe, Leistung oder Anschlüssen – etwa für die Kühlung – unterscheiden. Standortleiter Rainer Pühl weist auf weiteres Wachstumspotential hin: „Das Fertigungskonzept ist so ausgelegt, dass völlig identische Anlagen später auch in anderen regionalen Märkten, zum Beispiel in China oder in den USA, aufgebaut werden können.“

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