Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 4 von 5

Evergreens und Zukunftsmusik

3D-Bemaßungen

Creo bietet schon seit längerem die Möglichkeit, Maße und Toleranzen am 3D-Modell anzubringen und dadurch auf die Zeichnungserstellung ganz oder zumindest weitgehend zu verzichten. Im neuen Release hat PTC die Funktionalität für Model Based Definition (MBD) dahingehend erweitert, dass die Software jetzt automatisch prüft, ob ein Modell vollständig bemaßt ist und ob die Bemaßung auch konform zur jeweiligen Norm ist. Das erspart nicht nur unnötige Rückfragen und Iterationen bei der Weitergabe der Modelle an die eigene Fertigung oder an externe Fertigungspartner, sondern hilft auch, Fehler aufgrund fehlender Maße und Toleranzen zu vermeiden. Dank der Integration der Sigmetrix-Technologie steht den Anwendern in Creo 4.0 bei der korrekten Bemaßung und Tolerierung ihrer Modelle ein erfahrener „Assistent“ zur Seite.

Bild 4 Für eine sequentielle Bewegungsanalyse können die Anfangsbedingungen aus der Wiedergabe einer anderen Bewegungsanalyse verwendet werden.

Bild 4
Für eine sequentielle Bewegungsanalyse können die Anfangsbedingungen aus der Wiedergabe einer anderen Bewegungsanalyse verwendet werden.


PTC hat MBD aber nicht nur für die Autoren vereinfacht, sondern auch für die „Konsumenten“ im Unternehmen, die die Maße und Toleranzen weiterverarbeiten. Sie können jetzt in Neutralformaten wie STEP AP 242 und JT sowohl als grafische, wie auch als semantische PMIs (Product Manufacturing Information) bereitgestellt werden. Creo View stellt die 3D-bemaßten Modelle mit denselben Fonds und Querverbindungen dar, mit denen sie in Creo erzeugt wurden. Unternehmen, die für bestimmte Aufgaben und Prozesse weiterhin auf Zeichnungen angewiesen sind, können die einzelnen 3D-Ansichten ganz normal in 2D ausdrucken.

Wandel in der Direktmodellier-Strategie

Die Direktmodellierstrategie hat sich seit dem Launch von Creo 1.0 verändert. Ursprünglich sah sie vor, die Creo Direct App zu einem vollwertigen Ersatz für die frühere CoCreate-Software „Creo Elements/Direct“ auszubauen. Zwar wurde die Direktmodellierungs-App im Release 4.0 funktional deutlich verbessert und erweitert, sie wird allerdings nicht mehr als Alternative zu Creo Parametric für Creo Elements/Direct-Kunden und Anhänger des freien Modellierens betrachtet, sondern eher als eine Ergänzung und hier vor allem für die frühe Konzept- phase. Für die ehemaligen CoCreate-Kunden achtet PTC sehr stark auf drei Stoßrichtungen: zum einen weitere Versionen mit Verbesserungen der Software bereitzustellen sowie die Unterstützung von neuen Plattformen zu gewährleisten, so geschehen in Version 20.0. Des Weiteren auf den Ausbau von Flexible Modeling auf der Creo Plattform, wo mit Creo 4.0 direkte Modellierfunktionalität in die Blechteilkonstruktionsumgebung integriert wurde. Und zum Dritten darauf, die Datenaufwärtskompatibilität von Creo Elements/Direct zu Creo Parametric zu verbessern.

Seite des Artikels
Autoren

 Michael Wendenburg

Freier Journalist, Sevilla/E

Verwandte Artikel

3D-Modelle automatisch generieren

Hoch hinaus – mit CAD und Zusatzprogrammen

Multicad neu definiert

An der Grenze des Machbaren