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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Weichdichtender Schneidring

An lösbare Verbindungen in hydraulischen Leitungssystemen werden hohe Anforderungen gestellt. Die weichdichtenden Schneidringe des Typs FI-WDDS von Walter Stauffenberg zeichnen sich besonders durch ihre Fähigkeit des Ausgleichs von Setzerscheinungen, z. B. bei Temperaturschwankungen oder bei Druckimpuls- und Schwingungsbelastungen des Hydrauliksystems, aus.


Bild 1 Schnittzeichnung einer Rohrverschraubung mit dem neuen weichdichtenden Schneidring: Die beiden Dichtungen sind gut geschützt und unverlierbar im Sekundärbereich positioniert.

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Schnittzeichnung einer Rohrverschraubung mit dem neuen weichdichtenden Schneidring: Die beiden Dichtungen sind gut geschützt und unverlierbar im Sekundärbereich positioniert.

Mit 24 °-Rohrverschraubungen, 37 °-Bördelrohrverschraubungen und Stauff-Form, dem neuentwickelten Rohrumformsystem, bietet Stauff bereits ein vielfältiges Programm für die sensible Schnittstelle der lösbaren Verbindung in hydraulischen Leitungssystemen. Jetzt wird das Stauff Connect-Sortiment mit den weichdichtenden Schneidringen des Typs FI-WDDS um eine weitere Variante ergänzt.

Druckimpuls- und Schwingungsbelastungen können Setzerscheinungen verursachen

Diese Bauart der Schneidringe kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn im Hydrauliksystem erhebliche Druckimpuls- und Schwingungsbelastungen auftreten können, ebenso bei größeren Temperaturschwankungen. In diesen Anwendungsfällen ist es nicht auszuschließen, dass Setzerscheinungen auftreten, die rein metallisch abgedichtete Verbindungen nicht immer ausgleichen können – mit der unerwünschten Folge, dass es an den Verbindungsstellen zu kleineren Leckagen wie etwa Schwitzeffekten kommen kann.
Dieses Risiko lässt sich durch den Einsatz von weichdichtenden Schneidringen zuverlässig vermeiden. Genau das war die Motivation der Stauff-Konstrukteure bei der Entwicklung der neuen Baureihe FI-WDDS.

Verliersichere Elastomerdichtung

Kernkomponente des weichdichtenden Schneidrings ist eine Elastomerdichtung, die verliersicher im hinteren Bereich des 24 °-Kegels in einer dafür vorgesehenen Nut positioniert ist. Ein zwischen Schneidring und Rohr angeordneter O-Ring sichert den zweiten möglichen Leckagepfad ab – selbst bei ungünstiger Toleranzlage. Da beide Elastomerdichtungen im Sekundärbereich der Verbindung positioniert sind, werden die statischen und dyna- mischen Belastungen im System primär von der bewährten metallischen Dichtung aufgenommen.
Die Verwendung von FKM (Viton) als Standard-Dichtungswerkstoff schafft eine wichtige Voraussetzung für den vielseitigen Einsatz des neuen Dichtungssystems auch bei Anwendungen mit hohen Temperaturen oder aggressiven Medien.

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