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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Elektromotorische Prozessregelventile

In der Prozessautomatisierung finden die Vorteile elektromotorischer Antriebe gegenüber pneumatischen Lösungen immer mehr Beachtung. Zwar steht Druckluft in vielen Industrieumgebungen ohnehin bereit, sie zählt aber zu den kostenintensiven Energieträgern in der Erzeugung, durch hohe Wartungsaufwendungen und durch signifikante Leckageverluste von nicht selten 20 Prozent im weitläufigen Druckluftsystem. Elektromotorische Ventile lösen diese Probleme und bieten sich deshalb in vielen Fällen als energieeffiziente Alternative an. Sie fahren im Vergleich zu pneumatischen federbalancierten Lösungen nahezu verzögerungsfrei und ohne Überschwingen die gewünschte Position an und halten diese unabhängig vom Mediendruck stabil. Als einfache, aber intelligente Systeme bieten sie zudem vielfältige Möglichkeiten zur Prozessoptimierung.


Es sind unterschiedliche Gründe, die dazu führen, dass Anwender auf pneumatische Ventile verzichten oder sie durch elektromotorische Varianten ersetzen wollen: So gibt es Applikationen, in denen keine Druckluft vorhanden oder gewünscht ist. Dazu zählen großflächige Lagersysteme mit langen Distanzen zwischen einzelnen Ventilen, mobile Anlagen beispielsweise zur dezentralen Trinkwasserversorgung oder Prozesse, in denen Druckluft störend ist, wie in Reinräumen oder Lackieranlagen. Andere Applikationen haben hohe Anforderungen an die Regelgenauigkeit und -geschwindigkeit bei gleichzeitig geringer Totzeit, was sich mit pneumatischen Ventilen nicht realisieren lässt. Motoren- prüfstände sind dafür ein typisches Beispiel. Hinzu kommen aber auch innovative Anlagenkonzepte, die eine Kombination von pneumatischen und elektromotorischen Ventilen nutzen, beispielsweise indem einfache Absperrfunktionen weiterhin pneumatisch gelöst werden, für anspruchsvolle Regelungsprozesse hingegen die überlegene, elektromotorische Variante zum Einsatz kommt. Mehr und mehr Anwender reduzieren zudem den kostenintensiven und verlustbehafteten Einsatz von Druckluft durch die Verwendung elektromotorischer Lösungen.
Der Fluidikspezialist Bürkert bietet für all diese Fälle ein breitgefächertes Programm an elektromotorischen Prozessregelventilen. Ausgelegt als Sitz- oder Membranventile decken sie ein breites Anwendungsfeld ab (Bild 1). Das Spektrum reicht von dem Bedampfen von Backwaren und der Wasserregelung beim Bleichen von Textilien über die Heißwasserregelung in Molkereien bis hin zu mobilen Temperieranlagen. Weitere Applikationen sind die Dampf- und Wasserdosierung in der Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie, die präzise Druckregelung in Motorenprüfständen, z. B. in der Formel 1, oder im Kühlkreislauf von Brauereien.

Bild 1 Dampfregelung in CIP-Anlage: Hochpräzises, elektromotorisches Regelventil in Kombination mit pneumatisch angesteuerten Absperrventilen

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Dampfregelung in CIP-Anlage: Hochpräzises, elektromotorisches Regelventil in Kombination mit pneumatisch angesteuerten Absperrventilen

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Autoren

 Frank Wegehaupt

Produktmanager Prozessventile Bürkert Fluid Control Systems

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