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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wenn es auf jeden Millimeter ankommt

Präzisionsmaschinen müssen mit hochgenauen Komponenten ausgestattet sein, damit sie ihre Funktion erfüllen können. Die Firma E. Reitz Natursteintechnik e.K. fertigt deshalb seit 30 Jahren Maschinenbetten und -komponenten aus Granit. Das Material bringt ideale Eigenschaften mit sich und sorgt zusammen mit Messgeräten der AMO GmbH für die extreme Genauigkeit der Anlagen.


Bild 1 In einer hochpräzisen Reitz-Maschine zur Produktion von Maschinenkomponenten aus Granit sorgen Mess- geräte von AMO für die erforderliche Genauigkeit.

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In einer hochpräzisen Reitz-Maschine zur Produktion von Maschinenkomponenten aus Granit sorgen Mess- geräte von AMO für die erforderliche Genauigkeit.

Was 1946 mit einem Steinbruch in Aßlar begann, hat sich inzwischen zu einem der weltweit führenden Unternehmen in der hochpräzisen Bearbeitung von großformatigen Maschinenkomponenten aus Granit entwickelt. Die E. Reitz Natursteintechnik e.K. stellt als einzige ihrer Branche auch komplette Portalbearbeitungsmaschinen und Fahrständerbohrwerke für namhafte Kunden her, die in der optischen Industrie, der Halbleiterproduktion oder im Flugzeugbau beziehungsweise in der Automobilproduktion eingesetzt werden. In diesen Industrien dürfen die Abweichungen im Fertigungsprozess nur im Mikrometer- Bereich liegen, deshalb müssen die Maschinen sehr genau arbeiten.

Gestein mit idealen Eigenschaften

Dass Reitz als Werkstoff für seine Maschinenbetten und -komponenten ausgerechnet Granit verwendet, hat gute Gründe: „Das Material bietet für den Maschinenbau deutliche Vorteile gegenüber Stahl, Stahlschweißkonstruktionen oder Gussmaschinen“, erklärt Geschäftsführer Christoph Reitz. Das Gestein hat einen geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten, ist elektrisch isolierend, beständig gegen Abrieb und außerdem ein schlechter Wärmeleiter. Alle diese Eigenschaften sorgen dafür, dass das Granit äußeren Einflüssen widersteht und seine Form behält. Ein weiterer Pluspunkt für das Gestein ist seine dämpfende Wirkung – sie fällt deutlich stärker aus als bei den herkömmlichen Werkstoffen und verhindert so Vibrationen, die den Fertigungsprozess der Maschinen stören könnten.

Anlagen für die Fertigung werden selbst konstruiert

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Reitz fertigt die Maschinenkomponenten mit einer Ebenentoleranz von einem Mikrometer.

Den Roh-Granit bekommt die Firma Reitz aus einem Steinbruch in Nieder-österreich (Mitbeteiligung) sowie aus Südafrika und Skandinavien. Nachdem die Blöcke dort grob vorbearbeitet wurden, treten sie die Reise nach Hessen an. Am Firmensitz erfolgt die Weiterbearbeitung auf Spezialmaschinen, die Reitz Natursteintechnik teilweise selbst gebaut hat, weil es am Markt keine passenden Anlagen gibt. Da die Maschinen auf einen Mikrometer genau arbeiten müssen, brauchte man allerdings entsprechend präzise Messgeräte für die Eigenbauten. Fündig wurden die Hessen 2011 bei der Firma AMO. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat sehr gut gepasst“, begründet Geschäftsführer Christoph Reitz die Entscheidung. Neben der hohen Genauigkeit war auch die große Robustheit der Messgeräte ein wichtiges Argument: „Die Granitblöcke sind teilweise verstaubt und mit Schlammresten verunreinigt“, beschreibt Reitz die Produktionsbedingungen.

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Autoren

 Engelbert Hager

Vertriebsleiter, AMO

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