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Ausgewählte Ausgabe: 05-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Ohne Umwege vom Sensor ins ERP-System

Zur Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten in der Automatisierung müssen Sensoren nicht nur Messwerte oder Signale liefern, sondern diese müssen auch kommuniziert werden. Die Kommunikation sollte dabei möglichst einfach und nahtlos erfolgen – und zwar von der Sensorebene über Steuerungs- und Leitebene bis hinauf zur Unternehmensebene. Die ifm electronic GmbH hat mit dem sogenannten Y-Weg dazu das geeignete Konzept und mit einer Vielzahl von IO-Link-fähigen Produkten alle Voraussetzungen für einfach realisierbare Automatisierungsaufgaben bis in die Cloud hinein.


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Bei der von ifm so bezeichneten „Y-Kommunikation“ können Sensordaten sowohl zur SPS als auch direkt in die Unternehmensleitebene gesendet werden.

Alle Konzepte, die heute unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert werden, haben eins gemeinsam: Daten sind eine enorm wichtige Ressource, und der Kommunikation kommt eine zentrale Bedeutung zu. Auch Sensoren – als wichtige Komponente innerhalb von Maschinen und Anlagen – müssen immer kommunikativer werden. Eine nahtlose Kommunikation von der Feldebene über Steuerungs-, Leit- und Betriebsleitebene bis hin zur Unternehmensebene sollte möglich sein. In der Regel verarbeitet jedoch eine SPS beispielsweise in einer Produktionsmaschine die Daten der angeschlossenen Sensoren, eine Weiterleitung dieser Daten an die Leitebene ist aber in der Regel nicht vorgesehen. Will man eine solche Weiterleitung implementieren, muss das SPS-Programm geändert werden.

Sensordaten direkt „nach oben“ weiteleiten

 Um dies zu vermeiden, können Daten von Sensoren, die über eine IO-Link-Schnittstelle verfügen, direkt an übergeordnete Systeme weitergereicht werden. Hierzu ist allerdings ein Werkzeug notwendig, das verschiedene Datenquellen verarbeiten und mit allen üb-lichen Protokollen zusammenarbeiten kann. Ein solches Werkzeug stellt ifm mit dem „Linerecorder“-Framework zur Verfügung. Das System besteht aus mehreren Software-Modulen, mit denen sich eine durchgängige Kommunikation realisieren lässt. Der Linerecorder Agent „Connectivity Port“ ist zum Beispiel ein Software-Gateway, das eine bidirektionale Kommunikation zwischen einer großen Zahl unterschiedlicher Schnittstellen erlaubt. Damit ist eine Kommunikation zwischen SAP-Systemen auf der einen Seite und den Daten der Geräte aus der Feld-, Steuerungs- und Leitebene andererseits möglich. Viele Sensorinformationen, die für vorausschauende Wartung oder Energieverbrauchsmessung benötigt werden, sind für die Steuerungsaufgaben in der Maschine nicht nötig und daher in der SPS nicht verfügbar. Aus diesem Grund hat ifm einen zweiten Kommunikationsweg geöffnet. Diesen direkten Weg der Sensordaten unter Umgehung der Steuerungsebene bezeichnet ifm als Y-Kommunikation, da die Daten wie in den beiden Armen des Buchstaben Y einmal zur SPS gelangen und auf der anderen Seite direkt in die Unternehmensleitebene.

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Autoren

Dipl.-Ing. MBM Peter Wienzek

Business Development, Manager Systems