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Ausgewählte Ausgabe: 05-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Hochpräzise Wegmessung im größten Spiegelteleskop der Welt

Die ESO (European Southern Observatory) mit Hauptsitz in Garching vertraut beim weltgrößten Spiegelteleskop, das in Chile gebaut wird, auf hochpräzise Wegsensorik von Micro-Epsilon im Rahmen einer Kooperation mit Fogale in Frankreich. Die eingesetzten induktiven Wegsensorsysteme sind die genauesten, die je in einem Teleskop verwendet wurden. Sie bestimmen die Positionen der einzelnen Spiegelsegmente in drei Achsen, eine davon auf wenige Nanometer genau.


Bild 1 Die Spiegelsysteme des chilenischen Teleskops müssen mit höchster Präzision in Position gebracht werden.

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Die Spiegelsysteme des chilenischen Teleskops müssen mit höchster Präzision in Position gebracht werden.

Die Arbeiten am größten optischen und nahinfraroten Teleskop der Welt, dessen Fertigstellung für das Jahr 2024 geplant ist, schreiten voran. Das revolutionäre European Extremely Large Telescope (kurz: E-ELT) wird von der European Southern Observatory (kurz: ESO) auf dem Cerro Armazones in Chile gebaut und in seiner Größe einmalig sein. Ein Großauftrag für dieses Projekt, der tausende hochpräzise Sensoren umfasst, wurde jetzt nach Niederbayern an den Sensorspezialisten Micro-Epsilon vergeben. Mit über 6000 Ingenieurjahren Erfahrung und mehr als 120 Patenten greift Micro-Epsilon auf ein breites Know-how im Bereich der hochpräzisen Sensorik zurück. Der weltweit tätige Sensorhersteller hat rund 1000 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe, davon knapp 400 am Hauptsitz in Ortenburg.

Hauptspiegel hat 39 Meter Durchmesser

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Allein der Hauptspiegel des Teleskops besitzt einen Durchmesser von 39 Metern.
(Bild: ESO / L. Calçada)

Die Sensoren, die Micro-Epsilon für den Teleskopgiganten liefert, spielen eine zentrale Rolle im Forschungsprojekt. Das riesige Teleskop nutzt ein nie dagewesenes optisches System aus fünf Spiegeln, welches optische und mechanische Elemente erfordert, die die moderne Technologie an ihre Grenzen bringen. Alleine der Hauptspiegel wirt einen Durchmesser von 39 m aufweisen und sich über ein halbes Fußballfeld erstrecken. Der Spiegel mit einer Gesamtgröße von 978 m2 wird aus 798 einzelnen Segmenten bestehen, die je 1,4 m breit, aber nur 5 cm dick sind. Diese wabenförmigen Segmente müssen exakt zueinander ausgerichtet sein, um ein perfektes Abbildungssystem zu ergeben. Die relative Position der Spiegelsegmente kann sich aufgrund externer Störungen ändern wie z. B. durch Windlast, wechselnde Temperatureinflüsse oder auch Schwerkraft, die je nach Ausrichtung des E-ELT unterschiedlich wirkt.

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