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Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Digitale Dienstleistungen für alle Phasen des Anlagen-Lebenszyklus

Die Digitalisierung der Produktion umfasst weit mehr als den Aufbau hochintegrierter und verketteter Maschinen. Sie betrifft den kompletten Anlagen-Lebenszyklus vom Konzept und der Auslegung einzelner Komponenten bis zur Wartung und Langzeitanalyse. Innerhalb seines Standardprogramms für Greifsystemkomponenten erschließt Schunk systematisch die Digitalisierungspotentiale der einzelnen Phasen. Mit den einzelnen Tools können Anwender ihre Planungs-, Inbetriebnahme-, Wartungs- und Stillstandzeiten erheblich reduzieren.


Bild 1 Digitalisierung der Montageautomation: Die mechatronischen Module aus dem 24-V-Programm von Schunk gibt es künftig als digitale Zwillinge für die virtuelle Simulation von Montageanlagen.

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Digitalisierung der Montageautomation: Die mechatronischen Module aus dem 24-V-Programm von Schunk gibt es künftig als digitale Zwillinge für die virtuelle Simulation von Montageanlagen.

Fast jeder erinnert sich noch mit Unbehagen an die Zeit zurück, als für die Einrichtung eines neuen Handys Stunden, manchmal auch Tage investiert werden mussten. So attraktiv die mobile Kommunikation und die Möglichkeiten der Digitalisierung auch waren – der Service hinkte lange Zeit hinterher. Heute hingegen sorgen moderne cloudbasierte Lösungen dafür, dass die Migration der Daten und Einstellungen auf ein neues Smartphone innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Während der Nutzer in einem Video-Clip über die neuen Features seines Geräts informiert wird, transferiert das Smartphone im Hintergrund die Daten des Vorgängermodells und integriert diese vollautomatisch in die neue Umgebung. Dass derartige Plug & Work-Konzepte auch im Maschinenbau erfolgreich realisiert werden können, bewies Schunk zuletzt mit seinen Linearmodulen der Baureihe „ELP“. Erstmals war es am Markt gelungen, ein ultrakompaktes Linearmodul mit wartungsarmem 24-V-Lineardirektantrieb zu realisieren, dessen Inbetriebnahme radikal vereinfacht wurde. Der Antrieb, die Steuerung und die einzigartige Auto-Learn-Technologie sind vollständig in das kompakte Modul integriert. Es genügt, die Achse über Norm-Stecker (M 8/M 12) anzuschließen, die Endlage mechanisch mit einem Sechskantschlüssel einzustellen und die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit an zwei Drehschaltern zu regulieren. Um das Linearmodul einzusetzen, sind also weder mechatronisches Know-how noch Platz im Schaltschrank erforderlich. Eine in die Achse integrierte LED-Anzeige signalisiert dem Bediener automatisch den Status des Learn-Vorgangs. Meist genügen zwischen zwei und fünf Hübe, bis die automatische Programmierung abgeschlossen ist. Anschließend wird der Prozess kontinuierlich überwacht. Ändert sich das Teilegewicht im laufenden Prozess, passt die Achse ihr Bewegungsprofil automatisch an. „Easy to integrate, easy to use, easy to maintain“ heißt die Devise bei den digitalen Dienstleistungen von Schunk. Dabei steckt die Intelligenz entweder, wie bei der ELP-Linearachse, unmittelbar in der Komponente oder in Softwaretools, auf die Anwender zugreifen können.

Additiv gefertigte Finger im Webshop

Bestes Beispiel hierfür: „Schunk- eGRIP“, eine digitale Verschmelzung von CAD-Programm, Online-Shop und additiver Fertigung zur Herstellung von Greiferfingern in einer einzigen webbasierten Anwendung.

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Autoren

Dipl.-Ing. (BA) Marcel Nagel

leitet die Abteilung Produkt- und Portfoliomanagement Greifsysteme bei Schunk in Lauffen/Neckar

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