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Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Herstellung hochwertiger Salzkerne durch Warmkammer-Druckgießen

Das Druckgießen von Nichteisenmetallen wie Zink, Aluminium oder Magnesium zeichnet sich durch hohe Produktivität sowie exzellente Qualität der erzeugten Bauteile aus. Eine der verfahrensbedingten Schwachstelle des Verfahrens war bisher, dass es keine Möglichkeit gab, komplexe innere Hohlräume mithilfe verlorener Kerne abzubilden (Bild 1). Die vom Sand- und Kokillengießen her bekannten und bewährten Sandkerne halten den extremen Beanspruchungen des Druckgießprozesses nicht stand. Die Herstellung von Salzkernen durch Kaltkammer-Druckgießen führte bisher nicht immer zum gewünschten Erfolg. Als Alternative empfiehlt sich das Warmkammer-Druckgießen.


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Bild 1
Verlorene Kerne eignen sich insbesondere für Gussteile für Strömungsmaschinen wie Pumpen, Krümmer, Armaturen oder Motoren.

„Für viele industrielle Einsatzbereiche ist das Druckgießen das bei weitem produktivste und wirtschaftlichste Verfahren für die Herstellung komplexer und auch dünnwandiger hochqualitativer Bauteile aus Zink, Aluminium oder Magnesium“, weiß Dipl.-Ing. (FH) Helmar Dannenmann, Leiter Produkt- und Geschäftsplanung der Oskar Frech GmbH + Co. KG in Schorndorf. Das Unternehmen ist Hersteller von Warm- und Kaltkammerdruckgießmaschinen. Zu den wichtigen Vorteilen des Druckgießens gehören neben der überlegenen Produktivität auch die hohe Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit der Gussteile. Zudem ist das Verfahren dank moderner Steuerungen sowie fortschrittlicher Schmelz- und Gießtechnologie, Entlüftung und Temperierung der Form sowie des präzisen Auftrags von Formsprüh- und Schmierstoffen sehr gut beherrschbar. Das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau erlaubt den Einsatz der Gussteile auch in Bereichen mit hohen Sicherheitsanforderungen.

Beschränkungen im Bereich der Kerntechnologie

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Bild 2
Vorbild: Aufwendiger Sandkern mit anspruchsvoller dreidimensional variierender Geometrie für eine Sandgießform.

„Trotz dieser Vorteile gab es bisher wichtige Anwendungsbereiche, in denen das Druckgießen von Nichteisenmetallen nur begrenzt eingesetzt werden konnte“, ergänzt Dannenmann. Dies betrifft vor allem Bauteile mit aufwendigen inneren Hohlräumen wie zum Beispiel Zirkulationskanälen für Kühl- oder Schmiermedien (Bild 2). Dazu gehören beispielsweise Teile für Strömungsmaschinen wie Pumpen, Krümmer und Armaturen oder Gehäuse und Filter ebenso wie Motorbauteile.

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Autoren

 Klaus Vollrath

Freier Fachjournalist, CH-Aarwangen, www.b2dcomm.ch

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