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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Reibelementschweißen – Fügetechnologie für den automobilen Misch- und Leichtbau

Das Spektrum potentieller Einsatzgebiete, in denen Leichtbau-Materialien eingesetzt werden, ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Insbesondere in der Automobilindustrie finden sich zunehmend Anwendungen aus Leichtbau-Werkstoffen, da eine deutliche Reduzierung der CO2- Schadstoffemissionen nur über den Weg einer signifikanten Gewichtsreduzierung im Fahrzeugbau zu erreichen ist. Daher hält die Leicht- und Mischbauweise mittlerweile Einzug in nahezu alle Baugruppen zukünftiger Fahrzeugmodelle.


Bild 1 Maximale Flexibilität durch modular aufgebaute Anlagentechnik

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Maximale Flexibilität durch modular aufgebaute Anlagentechnik

Besonders der in Multi-Material-Bauweise ausgeführte Karosserie-Rohbau zeichnet sich durch eine Vielzahl eingesetzter Materialien und Werkstoffe aus. Neben verschiedensten Stahl- und Aluminium-Sorten sind hier ins- besondere moderne „Usibor“-Stähle („Usibor“ ist ein eingetragenes Warenzeichen der ArcelorMittal aus Luxemburg) der Güte 22MnB5 zu nennen, die für Struktur- und Sicherheitsbauteile in Fahrzeugen eingesetzt werden. Diese Stähle verfügen über eine sehr gute Crashsicherheit und bieten ein Gewichtseinsparpotential von circa 30 bis 50 % im Vergleich zu herkömmlichen, kaltumgeformten Stahlgüten.

„Ejoweld“-Verfahren

Eine innovative Option für das Fügen unterschiedlicher Materialien und Halbzeugarten ist das sogenannte „Reibelementschweißen“, das der Verbindungstechnik-Spezialist Ejot unter dem Markennamen „Ejoweld“ vermarktet. Diese neue Entwicklung bietet dem verbindungstechnischen Anwender erstmalig die Möglichkeit, mit einem robotertauglichen Reib- element-Setzgerät Mischverbindungen, insbesondere Leichtbauwerkstoffe und höchstfeste Stähle, wie die schon genannten Usibor-Stähle, zu fügen.
Beim Ejoweld-Verfahren (Bild 2) durchdringt ein rotierendes, axialkraftbeaufschlagtes Reibelement das Bauteil aus Leicht- beziehungsweise Nichtmetall und verschweißt sich mit dem Bauteil aus höchstfestem Werkstoff.

Bild 2 „Ejoweld“-Fügeprozess

Bild 2
„Ejoweld“-Fügeprozess

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