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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Intelligente Projektierungs-Software

Während sich Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft intensiv mit der theoretischen Umsetzung der digitalisierten Produktion beschäftigen, stellt die Industrie bereits vielversprechende Projekte auf die Beine. Dazu gehört auch der Schaltschrankbau mit einer weitgehend automatisierten Klemmenleistenfertigung. Maßgebliche Voraussetzung hierfür ist ein durchgängiger Datenfluss über alle Prozessschritte. Wenn sich mit flexiblen Produktionseinrichtungen individualisierte Klemmenleisten bis zur Losgröße 1 wirtschaftlich herstellen lassen, können bei der Schaltschrankfertigung hohe Potentiale ausgeschöpft werden (Bild 1).


Bild 1 Durch den Export von Fertigungsaufträgen im Datenformat „Automation ML“ bildet die Software „Clip Project“ die Schnittstelle zwischen der Schaltschrankprojektierung und der automatisierten Klemmenleistenfertigung.

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Durch den Export von Fertigungsaufträgen im Datenformat „Automation ML“ bildet die Software „Clip Project“ die Schnittstelle zwischen der Schaltschrankprojektierung und der automatisierten Klemmenleistenfertigung.

Ohne eine reibungslose Übermittlung der Daten im jeweils benötigten Format ist diese Form der Produktion jedoch nicht denkbar. Geeignete Software-Lösungen sind daher ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Entwicklung solcher Fertigungsanlagen. Die Projektierungs-Software „Clip Project“ von Phoenix Contact bildet dabei die offene Schnittstelle für den Datenfluss entlang der Wertschöpfungskette – durchgängig von der CAE-Ebene bis zur automatisierten Produktion.

Digitaler Schaltplan

Bereits in der Phase der Schaltschrank-Projektierung werden dabei die Klemmenleisten als Verbindungspunkte in den jeweiligen Schaltplänen berücksichtigt. Eine schnelle und komfortable Erstellung solcher Schaltpläne ermöglicht zum Beispiel die Projektierungs-Software „Electric P8“ aus dem Hause Eplan. Wird ein Schaltplan mit diesem Programm generiert, stehen dem Nutzer zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auf dem digitalen Schaltplan kann er alle wesentlichen Verbraucher, Verbindungsleitungen und Klemmenpunkte als Zeichensymbole einfügen. Nach der Layout-Planung erfolgt dann die Zuweisung funktionaler Werte zu diesen Symbolen. In diesem Arbeitsschritt besteht die Herausforderung darin, allen gesetzten Verbindungspunkten die jeweils richtigen Reihenklemmen zuzuordnen.
Zur Realisierung einer Artikelzuweisung in Eplan Electric P8 haben sich im Markt bislang zwei unterschiedliche Methoden durchgesetzt: die klassische und die funktionale Projektierung. Bei der klassischen Klemmenpunkt-Projektierung wird jedem definierten Verbindungspunkt ein Reihenklemmen-Typ aus der Electric P8-Daten- bibliothek manuell zugewiesen. Dieser gängige Ansatz setzt allerdings voraus, dass der Planer über umfassende Produktkenntnisse verfügt, um für jeden Klemmenpunkt die optimale Artikelauswahl zu treffen. So muss der Anwender zum Beispiel bei jedem Verbindungspunkt wissen, welcher Klemmentyp inklusive des passenden Zubehörs verwendet werden soll. Bedingt durch den manuellen Prozess ist diese Methode der Projektierung allerdings fehleranfällig – und darüber hinaus zeitintensiv.

Verbindungspunkte werden zu Reihenklemmen

Bild 2 Das Planungs-Tool „Clip Project Planning“ wandelt die „virtuellen“ Verbindungspunkte in die passenden Klemmen um.

Bild 2
Das Planungs-Tool „Clip Project Planning“ wandelt die „virtuellen“ Verbindungspunkte in die passenden Klemmen um.

Eine funktionale Projektierung steigert die Effizienz in diesem Bereich erheblich. Mit der Planungs-Software „Clip Project Planning“ bietet Phoenix Contact ein leicht bedienbares intuitives Programm, das eine automatische Zuweisung von Klemmentypen ermöglicht: die Exportfunktion in Eplan Electric P8 überträgt alle ausgewählten Klemmenpunkte direkt an Clip Project Planning. Der Anwender wählt lediglich einen von sechs möglichen Anschlusstypen aus. Dann wandelt die Klemmenaustauschdatei von Clip Project Planning alle virtuellen Verbindungspunkte in die passenden Reihenklemmen um (Bild 2).

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Autoren

Dipl.-Ing. MBA Danny Siriboe

Leiter Produkt-Marketing; Marking & Installation,
Phoenix Contact
 
Kontakt:  
Phoenix Contact Deutschland GmbH
Flachsmarktstr. 8
32825 Blomberg
Tel.: 0 52 35/3-1 20 00
E-Mail: info@phoenixcontact.de
www.phoenixcontact.de/push-in

Bequem beschriften...

... mit „Clip Project Marking“

Mit dem Zusatzmodul „Clip Project Marking“ aus dem Hause Phoenix Contact werden Markierungsschilder komfortabel beschriftet. Der Vorteil besteht darin, dass die Software alle Markierungsinformationen zur Klemmen- und Betriebsmittelbeschriftung direkt aus dem CAE-System übernimmt und in der richtigen Bestückungsreihenfolge exportiert. Das erneute Sortieren der Druckaufträge entfällt. Somit sind Montage- und Druckprozess genau aufeinander abgestimmt.