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Ausgewählte Ausgabe: 09-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Wege zum Leichtbau

Die Gesetzgebung zur Verminderung der CO2-Emissionen erfordert es, neue Wege zur Energieeinsparung zu finden. Eine wichtige Stellgröße in der Automobilindustrie ist der Leichtbau. Seit vielen Jahren hat sich der Kunststoffverarbeiter Pöppelmann auf diese Zielvorgabe spezialisiert. Heute bietet das Unternehmen unterschiedliche Lösungen an, um das Gewicht von Bauteilen entscheidend zu reduzieren.


Die Verringerung des Schadstoffausstoßes ist derzeit eines der wichtigsten Langzeitprojekte in der Automobilindustrie. Gesetzliche Bestimmungen der EU erfordern es, bis 2020 den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen auf 95 g/km zu reduzieren. Ähnliche Vorschriften stellen der US-amerikanische (maximal 101 g CO2/km ab 2025) und der chinesische Markt (maximal 5 l Kraftstoffverbrauch pro 100 km ab 2020). Jedes eingesparte Gramm in der Bauweise von Automobilen hilft, den Kraftstoffverbrauch zu senken und so die gesetzlichen CO2-Vorgaben einzuhalten. Aber auch in anderen In- dustriebranchen werden Gewichts-einsparungen immer mehr gefordert. Das Thema gewinnt spätesten dann an Relevanz, wenn sich durch eine kon- sequente Reduzierung des Gesamtgewichts die Betriebskosten senken lassen.
Pöppelmann K-Tech setzt hier an und bietet mittlerweile seinen Kunden drei Lösungswege, um signifikante Gewichtseinsparungen zu erzielen: Eine der Stärken des Unternehmens ist die Kombination von leistungsstarken Kunststoffen mit einer kunststoffgerechten Bauteilkonstruktion – viele Metallbauteile konnten hierdurch bereits erfolgreich in Kunststoff substituiert werden. Auch prozessseitig gibt es neue Lösungswege: Seit einigen Jahren werden Bauteile im „MuCell“-Verfahren produziert. Ein enormes Anwendungspotenzial bieten drittens umspritzte Composites, wie zum Beispiel Organobleche.
Die Experten des Kunststoffverarbeiters aus dem niedersächsischen Lohne führen zu Beginn eines jeden Projekts zur Gewichtsreduzierung gemeinsam mit dem Kunden eine intensive Bauteilebewertung durch: Beim „K-Tech-Check“ wird jede Anfrage auf Parameter wie Material, Konstruktion, Werkzeug und Prozess überprüft, sodass sich beurteilen lässt, an welchen Hebeln die Ingenieure ansetzen müssen, um Gewichtseinsparungen zu erzielen.

Das Material muss zur Konstruktion passen

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Ein entscheidender Faktor für die Gewichtsreduzierung ist das richtige Material. In Kombination mit einer kunststoffgerechten Bauteilkonstruktion entstehen echte Leichtbau-Lösungen.

Der wohl größte Einflussfaktor für den Leichtbau ist das Material. Dieses muss von Anfang an genau zur jeweiligen Konstruktion passen. Dies gilt besonders, wenn Metallteile in Kunststoff umkonstruiert werden. „Jedes Bauteil muss zum Beispiel von Anfang an kunststoffgerecht in Relation zum Material ausgelegt werden“, erklärt Reinhard Böckmann, Projektleiter bei Pöppelmann K-Tech. So lassen sich schon in der Konstruktion frühzeitig wichtige Weichen in Bezug auf die Funktionalität stellen. „Gleichzeitig schauen wir uns den Prozess an, sprich: Mit welcher Technologie und nach welchen Vorgaben wir am sinnvollsten produzieren. Parallel kümmern wir uns um das Werkzeug: Was muss es leisten? Wie lasten wir es am effektivsten aus?“, so Böckmann.

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