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Ausgewählte Ausgabe: 09-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Sehen was andere nicht sehen – Bildverarbeitung in der automatisierten Kontaktlinsen-Verpackung

In der industriellen Automation geht es meistens um die Handhabung robuster Produkte. Hier müssen innerhalb des Fertigungs- und Verpackungsprozesses die integrierten Vision- und ID-Lösungen schnell und hochproduktiv sein. Jedoch gibt es auch bestimmte Anwendungen, die mit ihren Anforderungen noch weiter gehen – beispielsweise wenn empfindliche, durchsichtige Produkte in einer klaren Flüssigkeit erkannt werden müssen und dabei zugleich ein lichtdurchlässiger Code gelesen wird. Die niederländische Firma Stevens Engineering hat für NKL Contactlenzen, einen Hersteller von harten und weichen Kontaktlinsen, eine Verpackungsmaschine mit Vision- und ID-Systemen ausgerüstet, die nahezu Unsichtbares zuverlässig erkennen.


Kundenspezifische Produkte sind hier Standard

Bild 1  Die neue Verpackungsmaschine für Kontaktlinsen von Stevens Engineering für NKL bietet einen hohen Durchsatz auf kleinem Raum.

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Die neue Verpackungsmaschine für Kontaktlinsen von Stevens Engineering für NKL bietet einen hohen Durchsatz auf kleinem Raum.

NKL Contactlenzen ist ein Tochterunternehmen von Menicon, dem in Japan  ansässigen  weltweiten  Marktführer  für  die  Herstellung  von  Kontaktlinsen und für medizinische Lösungen  rund  um  Kontaktlinsen.  In den  Produktionseinrichtungen  im niederländischen  Emmen  installierte NKL eine kompakte Verpackungsmaschine  nach  höchsten  Qualitäts- und natürlich auch Hygieneanforderungen.  In  dieser  Maschine  werden die  kundenspezifischen  Kontaktlinsen effizient und besonders vorsichtig verpackt. Die schlüsselfertige Lösung, in der die reine Mechanik perfekt  mit  elektrischer  Automation kombiniert  ist,  wurde  von  Stevens Engineering  entwickelt  und  installiert.  Die  Vision-  und  ID-Lösungen, die  in  dieser  maßgeschneiderten Verpackungsmaschine  zum  Einsatz kommen,  stammen  von  Cognex, einem  führenden  Hersteller  solcher Systeme.

Verpacken und gleich versenden

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Bild 2
Eines der drei Cognex-Systeme im Verpackungsprozess: „DataMan 200“ liest 1-D- und 2-D-Codes auf Produktträgern und Deckeln. (Bilder 1, 2: Stevens Engineering)

Auf den ersten Blick erscheint die Arbeitsweise der Maschine recht einfach: Nach einer finalen manuellen Prüfung der Kontaktlinsen werden diese in ihren  Behälter  und  dieser  wiederum  in den  neu  entwickelten  Produktträger der  Maschine  eingesetzt.  Daraufhin greift sich die Maschine den Träger mit dem  Behälter,  fügt  eine  spezielle  konservierende  Flüssigkeit  hinzu,  versiegelt  ihn  mit  Aluminiumfolie,  schließt sodann den Deckel des Behälters – und schon ist alles versandfertig. So weit, so einfach. Jedoch bringt der Gesamtprozess  einige  Besonderheiten  mit  sich: Die  Maschine  hat  einen  bemerkenswert  kleinen  Grundriss  und  erfordert kaum  Bedienpersonal.  Die  Versiegelungsqualität ist extrem hoch, die Dosierung der Flüssigkeit hochpräzise. Ak-tuell beträgt die Zykluszeit nur zehn Sekunden. Und jede einzelne Linse sowie jeder Linsenbehälter können während und  nach  dem  Verpacken  dank  der Cognex-ID-Technik und einer SQL-Datenbank  jederzeit  genau  nachverfolgt werden.

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Autoren

 Janina  Guptill

Marcom Specialist, Cognex Germany

 Jan Grootjans

Projektmanager Manufacturing & Machinery Stevens Engineering

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