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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Resolverlösungen bieten höchste Betriebssicherheit

Resolver sind neben optischen Drehgebern die am häufigsten eingesetzten Weg- und Winkelsensoren. Sie übernehmen Steuer- und Regelaufgaben in zahlreichen Anwendungen, beispielsweise zur Steuerung elektrischer Servoantriebe, für Positionierantriebe oder in Anlagen mit vielen voneinander abhängigen Motoren, z. B. bei Industrierobotern oder in der (mobilen) Automation. Von zentraler Bedeutung sind dabei Robustheit und maximale Verfügbarkeit der Maschinen und Antriebe. Resolver bieten eine extrem robuste Alternative zu herkömmlichen Drehgebern. Als Spezialist der industriellen Steuerungs- und Antriebstechnik bietet die oberbayerische LTN Servotechnik GmbH Resolver-Lösungen für tonnenschwere Muldenkipper ebenso wie für Formel 1-Boliden.


Resolver, von denen jährlich weltweit ca. 1 Mio. Stück klassischer Bauart hergestellt werden, sind wegen ihrer Zuverlässigkeit ausgesprochen weit verbreitet. Trotz Ihrer geringen Baugröße spielen sie bei Tunnelbauprojekten wie dem kürzlich eröffneten Gotthard-Basistunnel in der Schweiz eine ebenso wichtige Rolle wie in den hochgezüchteten Fahrzeugen der Formel 1. Resolver kommen zur Steuerung von elek-trischen Servoantrieben und präzisen Positionsmessung zum Einsatz – beispielsweise der Drehung und Neigung eines Auslegers, Krans oder Baggers. Auch Weglängen, Drehzahl und Geschwindigkeit können mit Resolvern erfasst werden.
Gerade in Bereichen wie der (mobilen) Automation bieten Resolver eine extrem robuste Alternative zu herkömmlichen Drehgebern. Die vergleichsweise kleinen Sensoren erfüllen zuverlässig zentrale Steuerungsaufgaben an oft exponierten Stellen.
Wegen ihres einfachen Aufbaus durch nur wenige fast ausschließlich mechanische Bauteile ohne aktive elektronische Komponenten bieten Resolver eine hohe Robustheit. Bei der absoluten Positionserfassung gewährleisten sie ein sicheres Messverfahren und eine gute Signalweiterleitung durch unempfindliche Signale, eine sehr hohe Wiederholgenauigkeit und hohe Drehbeschleunigungsresistenz und Drehzahlgrenzen bis zu 25 000 U/min, in Extremfällen sind sogar bis zu 90 000 U/min möglich. Da Resolver keinen Referenzpunkt benötigen, steht die absolute Lageinformation sofort zur Verfügung. Und da sie meist ohne zusätzliche Kugellager verbaut werden, arbeiten sie verschleißfrei.

Bild 1 Der Einsatz von Resolvern hilft dabei, den Dieselverbrauch der Hybridantriebe von Muldenkippern signifikant zu senken. (Bild: Fotolia, Sasha Grunge)

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Der Einsatz von Resolvern hilft dabei, den Dieselverbrauch der Hybridantriebe von Muldenkippern signifikant zu senken. (Bild: Fotolia, Sasha Grunge)


Die empfindliche Elektronik ist bei Resolvern im Gegensatz zu klassischen Drehgebern nicht vor Ort exponiert. Die Datenerfassung und die Signalaufbereitung müssen keine Einheit bilden, sondern die Resolverdaten können über Kabel bis zu 500 Meter zur geschützten Elektronik übertragen werden. So können Resolver selbst widrigste Bedingungen wie extreme Einsatztemperaturen und raue Umweltbedingungen problemlos bewältigen. Das ist in Umgebungen wie Hoch- und Tieftemperaturbereichen, bei hohen elektromagnetischen oder radioaktiven Belastungen sowie bei hohen Erschütterungen von Vorteil. So können ihnen Erschütterungen bis 500 g und Vibrationen bis 100 g ebenso wenig anhaben wie Staub, Feuchtigkeit, Öle und andere Flüssigkeiten. Schon in der Standardausführung sind Resolver über einem Temperaturbereich von –55 °C bis +155 °C einsetzbar, mit geeigneten Materialien sind mit gewissen Einschränkungen auch Temperaturbereiche zwischen –200 °C und +200 °C möglich.

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Autoren

 Manfred Hick

Vertrieb, LTN Servotechnik

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