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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Hoch hinaus – mit CAD und Zusatzprogrammen

Bei manchen Dingen kann man gar nicht glauben, dass sie noch gar nicht sehr lange existieren – so auch beim mobilen Schrägaufzug, wie ihn Dachdecker benutzen. Dieser wurde 1958 von Albert Böcker erfunden, sein Unternehmen hat sich inzwischen zum Marktführer in diesem Bereich entwickelt. Bei der Konstruktion von Schräg- und senkrechten Aufzügen, Kränen und anderen Hebegeräten nutzen die Entwickler auf höchst effiziente Weise CAD mit nützlichen Zusatzprogrammen.


Als Albert Böcker im Jahr 1958 seine Schmiede in Werne gründete, wurden Dachpfannen  noch  von  Mann  zu Mann  über  ein  Gerüst  nach  oben  geworfen – eine schreckliche Schinderei. Böcker erkannte den Bedarf nach einer technischen  Lösung  und  erfand  den Schrägaufzug,  mit  dem  sich  Material und  Werkzeug  in  die  Höhe  fahren lassen. Bis heute ist die Böcker Maschinenwerke  GmbH  Marktführer  in diesem  Bereich,  wobei  auch  andere Gewerbe,  beispielsweise  der  Möbeltransport,  den  Vorteil  dieser  mobilen, schnell aufgebauten Geräte erkannten und diesen nutzt.

Schrägaufzug.jpg

Bild 1
Aus den Schrägaufzügen hat sich ein eindrucksvolles Portfolio bis hin zum selbstfahrenden Schrägaufzug entwickelt.

Die Böcker Maschinenwerke erweiterten über die Jahre ihr Portfolio und bieten  heute  neben  den  Schrägaufzügen auch  Kräne,  Personenlifte,  senkrechte Bei manchen Dingen kann man gar nicht glauben, dass sie noch gar nicht sehr lange existieren – so auch beim mobilen Schrägaufzug, wie ihn Dachdecker benutzen. Dieser wurde 1958 von Albert Böcker erfunden, sein Unternehmen hat sich inzwischen zum Marktführer in diesem Bereich entwickelt. Bei der Konstruktion von Schräg- und senkrechten Aufzügen, Kränen und anderen Hebegeräten nutzen die Entwickler auf höchst effiziente Weise CAD mit nützlichen Zusatzprogrammen.
Bau- und Industrieaufzüge,  Personen- und  Lastenlifte  sowie  Außenlifte  für den  privaten  Bereich  an.  Etwa  400 Mitarbeiter  sind am  Hauptsitz  in  Werne  und  in  den  Niederlassungen  beschäftigt,  davon  32 in Entwicklung und Konstruktion. Das Unternehmen erreichte im letzten Jahr einen Umsatz von etwa 66 Mio. Euro bei einem  Exportanteil  von  ungefähr  30 Prozent.  Überwiegend  werden  Serienprodukte  vertrieben,  bei  denen  lediglich  geringe Anpassungen  notwendig werden, es gibt jedoch auch ein Projektgeschäft,  in  dem  Serienaufzüge  den Kundenanforderungen  entsprechend modifiziert und gebaut werden.

Geradlinige CAD-Geschichte

Die  CAD-Geschichte  von  Böcker  ist sehr geradlinig, nach den Anfängen in den  frühen  90er  Jahren  mit  dem 2D-System ME10 schwenkte man 1998 auf die dreidimensionale Konstruktion mit  ME30  und  später  „Solid  Designer“ um.  Heute  heißt  das  Nachfolgesystem „PTC  Creo  Elements/Direct  Modeling“ und ist nach wie vor das Werkzeug der Wahl bei Böcker, wie Prokurist und Leiter  Technik  Frank  Kolkmann  erläutert: „Man kann sich völlig auf die Modellierung konzentrieren, statt sich mit dem Aufbau  des  Modells  zu  beschäftigen. Das ist nicht nur bei Neuentwicklungen wichtig,  sondern  auch  dann  von  Vorteil,  wenn  es  um  Anpassungskonstruktionen geht. Soll ein Teleskoparm sechs statt fünf Meter lang werden, zieht man das Modell einfach auf die gewünschte Länge  –  fertig. 

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Autoren

Dipl.-Ing. Ralf Steck

Freier Fachjournalist für die Bereiche CAD/CAM, Informationstechnik und Maschinenbau, Friedrichshafen
E-Mail: rsteck@die-textwerkstatt.de

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