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Ausgewählte Ausgabe: 05-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Schadensanalyse von Wälzlagern inklusive Ursachenforschung

Wälzlager sind in der Regel genormte Standardkomponenten – und doch sind sie im verbauten Zustand funktionskritische Maschinenelemente. Wenn die Lagertechnik versagt, kann das zum Stillstand ganzer Produktionsanlagen führen. Damit es dazu gar nicht erst kommt, ist die Wahl von anwendungsspezifischen, hochverfügbaren Wälzlagern besonders wichtig. Wenn der Schaden jedoch schon passiert ist, so gilt es, schnellstmöglich die Ursachen zu erforschen und dauerhaft zu beseitigen. Mit über 70 Jahren Erfahrung verfügt die Findling Wälzlager GmbH über die nötige Erfahrung und das Know-how, um die Geschädigten optimal zu unterstützen.


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Ein schadhaftes Wälz-lager kann zum Ausfall ganzer Produktionsan-lagen führen – umso wichtiger ist im Ernstfall eine detaillierte Schadensanalyse, sodass die Ursachen behoben werden können.

„Wälzlagerschäden können ganz unterschiedliche Gründe haben und werden nicht zwangsläufig durch ein fehlerhaftes Originalprodukt verursacht“, sagt Volkan Yilmaz, Anwendungstechniker bei Findling Wälzlager. Die meisten Unternehmen sind mit einer detaillierten Schadensanalyse allerdings überfordert – gut, dass die Experten hier weiterhelfen können: „Die Schadensanalyse gehört zu unserem Dienstleistungs-Portfolio. Wir fungieren dabei als unabhängiger Partner, der die Ursachen der Schäden erforscht und bei der Behebung der Probleme hilft.“

Schadensanalyse – wie geht das überhaupt?

Eine Schadensanalyse im Bereich der Wälzlager bedeutet im Wesentlichen, anhand der Schadensmerkmale der betroffenen Produkte Ursachenforschung zu betreiben. Die Findling Wälzlager GmbH hat hierfür konkrete Prozesse definiert, die anhand von Checklisten Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Am Anfang steht dabei immer die visuelle Beurteilung des schadhaften Wälzlagers und die genaue, unter anderem fotografische Dokumentation der Konstruktion, im Wesentlichen der Anschlussteile, bis hin zum theoretischen, konstruktiven Aufbau. Daraus lassen sich über eine FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) erste Indizien ermitteln. Im Folgenden entnehmen die Experten falls nötig eine Fettprobe und demontieren die betroffenen Wälzlager vorsichtig. Für jedes einzelne beschädigte Wälzlager werden anschließend anhand einer weiteren Checkliste die Schadensmerkmale dokumentiert – dazu gehören zum Beispiel Abblätterungen, Riefenbildungen, Brüche, Risse, Käfigschäden oder Passungsrost.
Die Beurteilung der so dokumentierten Merkmale erfolgt im Anschluss. Findling Wälzlager unterscheidet dabei zwei Leistungsbereiche: Die konstruktive Beurteilung untersucht, ob die Lagerstelle falsch konstruiert worden ist. Sie wird oftmals unterstützt durch numerische Berechnungen mittels einer speziellen Software – dabei können die Experten die Lagerstelle genau abbilden, die Lebensdauer berechnen und konstruktive Änderungen simulieren. Die tribologische Beurteilung hingegen beschäftigt sich mit Schäden, die auf erhöhte Reibung, Verschleiß und mangelhafte Schmiermittel zurückzuführen sind. „Ungeeignete, alte oder spärlich eingesetzte Schmierstoffe verursachen am häufigsten Schäden“, weiß Volkan Yilmaz. „Seltener liegt es an festen Verunreinigungen oder einer falschen Lagerwahl.“ Flüssige Verunreinigungen, Montagefehler oder Folgeschäden verzeichnen die Experten von Findling Wälzlager nur vereinzelt als Schadensursache.

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