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Ausgewählte Ausgabe: 03-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Hitze und Staub: Energiezuführung unter widrigen Bedingungen

Das Duisburger Warmwalzwerk von Thyssen Krupp hat einen echten Schwerarbeiter unter den Prozesskranen in Betrieb genommen. Ein Brammentransportkran der Bang Kransysteme GmbH & Co. KG ist für das Handling der Brammen an der Schnittstelle zwischen Stahlwerk und Walzwerk verantwortlich – bei Hitze und Staub. Die Energie- und Signalzuführung zur Katze und zur Kabine wird durch „Heavy Duty“-Energieketten von igus gewährleistet, die als vorkonfektionierte Systeme ausgeliefert wurden.


Bild 1 Der Prozesskran kann bis zu 32 Tonnen heben und ist für den Brammentransport im Warmwalzwerk zuständig. (Bild: Bang Kransysteme GmbH & Co. KG)

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Der Prozesskran kann bis zu 32 Tonnen heben und ist für den Brammentransport im Warmwalzwerk zuständig. (Bild: Bang Kransysteme GmbH & Co. KG)

Von Kopf bis Fuß oder, besser gesagt, vom Radsatz bis zum Lastmagneten auf „Heavy Duty“ eingestellt: So könnte man ganz knapp den Brammentransportkran beschreiben, den die Bang Kransysteme GmbH & Co. KG vor kurzem gebaut und auf sieben Schwertransportern ausgeliefert hat (Bild 1).

Ein Schwerarbeiter unter den Kranen

Aufgabe des Doppelträger-Brückenkrans ist es, im Duisburger Warmwalzwerk von Thyssen Krupp die frisch produzierten Brammen, die nachfolgend zu Stahlband verarbeitet werden, zu entnehmen, ein- und auszulagern und den Warmhalteöfen zuzuführen. Mit einer Brückenlänge von ca. 30 Metern (27,5 m), 32 Tonnen Tragkraft und einem Eigengewicht von rund 180 Tonnen ist der Kran ein echter Schwerarbeiter, der im Dauereinsatz tätig sein wird. Er verfährt mit maximal 120 m/min auf der 500 Meter langen Kranbahn, die auch von anderen Kranen genutzt wird. In der Katzfahrt werden 60 m/min erreicht, und der Kranfahrer kann die Kabine über fast die gesamte Brückenlänge verfahren, um optimale Sicht auf den Prozess zu haben. Als Lastaufnahmemittel an der Magnet-traverse dienen zwei mächtige Lastmagnete.

Enger Bauraum, hohe Temperaturen, starke Verschmutzung

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Auf der Brücke des Bang-Prozesskrans – von links nach rechts: Geschäftsführer Christoph Bang, Yve Kirsch, igus-Vertrieb readychain, igus-Verkaufsberater Denny Woogk und Mike Götzensberger, Projektleiter bei Bang.

Aus Platzgründen – der Bauraum nach oben ist begrenzt – wurde die gesamte Steuerung nicht in einem externen Schaltraum, sondern in der Brücke untergebracht. Aus demselben Grund verfährt die Katze nicht über, sondern zwischen den beiden Brückenträgern. Und sämtliche verwendeten Komponenten sind auf Heavy duty-Betrieb ausgelegt. Dipl.-Ing. (BA) Mike Götzensberger, Projektleiter bei Bang (Bild 2): „Der Kran ist konstant hoher Staubbelastung und hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Brammen und die Warmhalteöfen strahlen so viel Hitze ab, dass selbst knapp unter der Hallendecke noch bis zu 70 Grad Celsius erreicht werden.“ Deshalb sind zum Beispiel die Motoren mit Lüftern ausgestattet, an neuralgischen Punkten wurden Hitzeschutzbleche installiert und alle elektrischen Komponenten sind auf die hohen Umgebungstemperaturen ausgelegt. Der Hubmotor wurde – im Auftrag von Bang – sogar vollständig für diesen Einsatz entwickelt, damit er konstant hohe Leistung unter widrigen Bedingungen erbringt.

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Autoren

 Theo Diehl

Head of International Cranes & Materialhandling Unit, E-Chain Systems
igus GmbH
Spicher Straße
51147 Köln
Tel.: 0 61 62/68 08
Fax: 0 61 62/68 09
E-Mail: tdiehl@igus.de
www.igus.de

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