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Ausgewählte Ausgabe: 10-2015 Ansicht: Modernes Layout
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Greifen heißt Begreifen: Vom Kundenauftrag zur individuellen Systemlösung

Geht beim Vakuum-Spezialisten Schmalz eine Kundenanfrage ein, startet am Stammsitz in Glatten ein Prozess aus vielen aufeinander abgestimmten Schritten. Von der Konzeptfindung über das Engineering bis hin zur Inbetriebnahme beim Kunden arbeiten die Vakuum-Experten Hand in Hand. Greifen heißt aus deren Sicht, die Kundenwünsche und -anforderungen ganz zu verstehen, sie damit sinnbildlich zu „begreifen“ und sie schließlich in einer individuellen Systemlösung umzusetzen.


Bild 1 Für einen führenden Roboterintegrator in den USA entwickelte Schmalz eine Handhabungslösung zum Palet-tieren von Kunststoffgläsern unterschiedlicher Größen und zum Aufbau von Stapeln aus verschiedenen Lagen – neben den Gläsern auch Kartontrays, Zwischenlagen und Deckrahmen.

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Für einen führenden Roboterintegrator in den USA entwickelte Schmalz eine Handhabungslösung zum Palet-tieren von Kunststoffgläsern unterschiedlicher Größen und zum Aufbau von Stapeln aus verschiedenen Lagen – neben den Gläsern auch Kartontrays, Zwischenlagen und Deckrahmen.

Eine Kundenanfrage aus den USA macht deutlich, welche Einzelschritte schließlich in eine erfolgreiche Lösung münden. Ein führender Roboterintegrator in den USA wünscht eine Handhabungslösung zum Palettieren von Kunststoffgläsern unterschiedlicher Größen und zum Aufbau von Stapeln aus verschiedenen Lagen – neben den Gläsern auch Kartontrays, Zwischenlagen und Deckrahmen. Das Greifsystem muss nach Kundenwunsch eine FDA (Food and Drug Administration)-konforme Kontaktfläche haben und 50 000 Kunststoff-Gläser pro Stunde umsetzen können. Die Anfrage erreicht den Hauptsitz in Glatten über das Schmalz-Systemhaus in den USA. Nachdem der grundlegende Funktionsablauf geklärt ist, erfassen die Fachleute anhand einer ausführlichen Checkliste wichtige Details zu deneinzelnen Werkstücken wie Maße, Gewicht, Eigensteifigkeit und Oberflächenqualität.

Das richtige Konzept

Die Auslegung der Vakuumtechnik ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektierung. Erste Saugversuche mit Originalwerkstücken finden bereits bei Schmalz in den USA statt. Daraus resultieren wichtige Werte wie Unterdruck, Volumenstrom, Leckage und Qualität der Dichtplatte. Weitere Tests mit Originalwerkstücken folgen bei Schmalz in Glatten. Die Auslegung für eine energieoptimierte Anordnung der Saugzellen hängt von mehreren Parametern ab: Geometrie, Belegungsgrad und Taktzeit zur Auslegung der Vakuumtechnologie. Je nach Verfahrgeschwindigkeit, Gewicht und Dichtplattengeometrie lässt sich der erforderliche Volumenstrom und der Druck an der Saugzelle ermitteln.
Steht die Anzahl der Saugzellen, deren Geometrie und der erforder- liche Unterdruck fest, errechnen die Schmalz-Experten den genauen Va- kuumbedarf am Greifer und legen Vakuum-Verteilung und Luftführung fest. Die gesamte erforderliche Leistung ergibt sich schließlich aus den ermittelten Werten zuzüglich des Druckverlusts aller durchströmter Geometrien. Mit Hilfe von Gebläsekennlinien mit detaillierten Werten zur Leistung entscheiden die Ingenieure über die geeignete Vakuum-Erzeugung. Aus den bislang gewonnenen Erkenntnissen und der profunden Praxiserfahrung vo Schmalz folgen schließlich Kalkulation und Angebot.

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