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Höhere Zuschüsse im Förderprogramm Klimaschutz-Plus

Klimaschutzaktivitäten von Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Kirchen werden im Südwesten künftig höher bezuschusst. Am 31. März 2017 hat das Umweltministerium Baden-Württemberg eine entsprechende Änderung im Förderprogramm Klimaschutz-Plus in Kraft gesetzt. Für energetische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden steigen die Zuschüsse um bis zu 50 Prozent. Die attraktivere Förderung gilt ab sofort nicht nur für Nichtwohngebäude: Auch Maßnahmen in Gebäuden, die zur Erfüllung kommunaler Unterbringungspflichten dienen, etwa Flüchtlingswohnheime, sind nun förderfähig. Die Boni für systematische Klimaschutzanstrengungen verdoppelt das Land. Insgesamt wird die Förderung damit um maximal 75 Prozent erhöht. Darauf weist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hin. Mehr Zeit für die Antragstellung gibt es auch: Die Frist für investive Maßnahmen wurde bis Ende November verlängert.
„Energiesparmaßnahmen erfordern jetzt noch weniger eigene Investitionen“, sagt Martin Sawillion von der KEA. Die höheren Zuschüsse schonen den Geldbeutel, erleichtern die Realisierung und machen die Sanierung noch wirtschaftlicher. Sawillion rät daher, die Fördermittel des Programms zu nutzen.
Auch die seit dem Programmstart Anfang Februar bereits eingereichten Förderanträge profitieren von den verbesserten Bedingungen. Die L-Bank informiert die betroffenen Antragsteller direkt. Insgesamt stehen 11,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geförderte erhalten jeweils maximal 200.000 Euro. Antragfrist für alle Programmteile ist nun der 30. November 2017. Klimaschutz-Plus wird von der L-Bank abgewickelt und von der KEA begleitet. Mehr unter www.kea-bw.de.
Im CO2-Minderungsprogramm, dem Teil A des Programms, werden investive Klimaschutzmaßnahmen gefördert. Förderfähig sind ausgewählte Maßnahmen zur Heizungserneuerung, Wärmedämmmaßnahmen, die Sanierung von Beleuchtungs- oder Lüftungsanlagen sowie – in Kombination mit einer der beiden erstgenannten Maßnahmen – der Einsatz von erneuerbaren Energien in Form von Holzheizungen, Wärmepumpen oder Solarwärmeanlagen.
Für jede über die Lebensdauer der Maßnahme eingesparte Tonne Kohlendioxid (CO2) erhalten die Gebäudeeigentümer einen Betrag von 50 Euro. Allerdings war die Förderung bisher auf maximal 20 Prozent der förderfähigen Investitionen gedeckelt. Diese Grenze wird nun auf 30 Prozent erhöht.
Bei Nachweis systematischer Klimaschutzaktivitäten können zusätzliche Förderboni in Anspruch genommen werden. Auch bei ihnen gibt es Verbesserungen: Pro erfülltem Kriterium wird ein Aufschlag von jeweils zehn Prozent auf den ermittelten Förderbetrag gewährt. Bislang gab es hier nur fünf Prozent.
Auch das Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm, Teil B des Programms, ist attraktiver geworden: Bei der Einführung eines systematischen Energiemanagements werden statt bisher zehn nun bis zu zwölf Tagewerke eines externen Dienstleisters pro Jahr gefördert.
Die Förderbedingungen, die Antragsformulare sowie weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Internetseite des Umweltministeriums. Für Fragen stehen die L-Bank unter der Telefonnummer 0721 150-1600 oder per E-Mail (klimaschutz-plus@l-bank.de) sowie die KEA (info@kea-bw.de) zur Verfügung.

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