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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Lüftungsgeräte in einer Behindertenwohnanlage

Um Menschen mit Behinderung die größtmögliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sind bestimmte Anforderungen an die Arbeits- und Wohnsituation zu stellen – beispielsweise ein gesundes Raumklima. Um dieses zu sichern setzte die Lebenshilfe bei der Fertigstellung eines neuen Wohnhauses im hessischen Braunfels auf eine dezentrale Lüftungsanlage.


Bild 1 Investition in die Lebensqualität: Bei der Ausstattung des Neubaus orientierte sich die Lebenshilfe unmittelbar an den Bedürfnissen der künftigen Bewohner

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Investition in die Lebensqualität: Bei der Ausstattung des Neubaus orientierte sich die Lebenshilfe unmittelbar an den Bedürfnissen der künftigen Bewohner

Die Wohnangebote der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg sind stark nachgefragt und werden derzeit von gut 250 Menschen genutzt. Als Ersatzbau für zwei Häuser aus dem Jahr 1970 entstand vor einigen Monaten in Braunfels ein neues Wohngebäude mit 20 dauerhaften Regelwohnplätzen (Bild 1). Zudem verfügt die Einrichtung über zwei Kurzzeit- beziehungsweise Notplätze. Das Konzept und die Ausstattung wurde passgenau auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner abgestimmt. Gleich, ob allein, zusammen mit einem Partner oder in der Hausgemeinschaft – die Lebenshilfe bietet eine entsprechende Begleitung und Unterstützung für alle Wohnformen an .

Hoher Baustandard

Das zweigeschossige Gebäude wurde in Massivbauweise nach gültigem EnEV-Standard errichtet. Die Dämmung der Wände sowie des Pult-/ Flachdaches erfolgte mit Mineralwolle. Zur Beheizung und Energieversorgung kommen ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk sowie ein Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast zum Einsatz. Darüber hinaus mussten die Standards der DIN 18040 zur Barrierefreiheit sowie die Heimmindestbauverordnung eingehalten werden. Das Gebäude verfügt über 1 139 m² Nutzfläche und ca. 80 Räume. Eine wichtige Rolle spielte bei der Planung außerdem die Einhaltung der DIN 1946–6 zur Sicherstellung der Mindestluftwechselrate für Feuchteschutz und Hygiene. In diesem Zusammenhang kam es darauf an, eine automatische Be- und Entlüftung zu ermöglichen, um einerseits Feuchteschäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden und gleichzeitig Raumluftkomfort zu erzielen. Zum Einsatz kam daher ein dezentrales Lüftungskonzept der Meltem Wärmerückgewinnung GmbH & Co. KG, das die Installation einzelner Geräte in den Wohnräumen erlaubt. Sie ermöglichen dank einer individuellen Zweiraumlösung zugleich den Abtransport der Abluft aus den Bädern.

Räume mit „Wohlfühlklima“

Zur angenehmen Atmosphäre in den Innenräumen trägt nicht nur die freundliche Gestaltung der Zimmer bei, auch die automatische Zuführung frischer Luft wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Bewohner aus. Um die vorgeschriebenen Standards zur Luftwechselrate bei Neubauten einhalten zu können, entschieden sich die Verantwortlichen der Lebenshilfe für den Einbau dezentraler Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung aus dem Hause Meltem. Neben der Erfüllung der Vorgaben nach DIN 1946–6 ist der Einbau einer automatischen Lüftungsanlage vor allem dann sinnvoll, wenn die Bewohner einen regelmäßigen Luftaustausch nicht selber sicherstellen können, wie es beispielsweise in einer Einrichtung für Behinderte der Fall ist. 

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Autoren

 Vera Höhner

Redakteurin bei www.last-pr.de, Büro Osnabrück.

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