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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Klimaanlage für Präzisionsteilefertigung

Die Herstellung von Hochpräzisionsteilen stellt maximale Anforderungen an Unternehmen: Die fertigen Teile sind sehr empfindlich und können sich schon bei kleinen Temperaturschwankungen verformen. Deshalb ist es wichtig, die Produkte zwischen der Fertigung und der Qualitätsprüfung bei möglichst konstanten Temperaturen zu lagern, was oftmals einen hohen Aufwand bedeutet.


Bild 1 Da Temperaturschwankungen einen starken Einfluss auf die Qualität der Produkte haben, erfolgte mit der Installation einer zentralen Energieversorgung auch die Einführung eines ganzheitlichen Kühl- und Klimatisierungskonzeptes für das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude im bayerischen Roding. Dieses gewährleistet, dass in der Fertigung stets konstante Temperaturen von 20 °C herrschen, so dass eine Ausdehnung der Bauteile durch Temperatureinflüsse weitgehend vermieden werden kann

Bild 1
Da Temperaturschwankungen einen starken Einfluss auf die Qualität der Produkte haben, erfolgte mit der Installation einer zentralen Energieversorgung auch die Einführung eines ganzheitlichen Kühl- und Klimatisierungskonzeptes für das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude im bayerischen Roding. Dieses gewährleistet, dass in der Fertigung stets konstante Temperaturen von 20 °C herrschen, so dass eine Ausdehnung der Bauteile durch Temperatureinflüsse weitgehend vermieden werden kann

Das mittelständische Unternehmen Stangl & Co. fertigt seit 1988 hochwertige Präzisionsteile für verschiedene Branchen, unter anderem für die Automobilbranche, und stellt sehr hohe Ansprüche an die Qualität seiner Produkte. Im Zug umfangreicher Erweiterungsmaßnahmen wurde das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude (Bild 1) mit einem Klimatisierungskonzept ausgestattet. Anstoß dafür gaben die häufigen Temperaturschwankungen: Während in den Bearbeitungszentren, in denen die Präzisionsteile automatisiert gefertigt werden, eine Kühlung für eine konstante und optimale Temperatur sorgt, waren die Temperaturen in der Produktionshalle und in der Qualitätssicherung unterschiedlich und abhängig von den Außenbedingungen, was sich auf die Maßhaltigkeit der Teile auswirken kann. Deshalb mussten die Produkte früher möglichst zügig nach der Fertigung zur Qualitätssicherung gebracht werden, um Verformungen zuvorzukommen.

Ingenieurbüro erstellt Klimatisierungskonzept in Verbindung mit neuer Energieversorgung

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Bild 2
Ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 125 kWel und 184 kWth arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und stellt die benötigte Energie für verschiedene Prozesse bereit

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Bild 3
Um den Betrieb mit der erforderlichen Kälte zu versorgen, wurde eine Absorptionskältemaschine installiert. Außerdem verfügt die Kältezentrale über mehrere Pufferspeicher, so dass der Energieverbrauch zur Erzeugung der benötigten Temperatur sehr niedrig gehalten werden kann

Stangl & Co. beauftragte deshalb Gammel Engineering, das die Planung der Energie- und Elektroversorgung für die neue Produktionshalle übernahm sowie vorab ein effizientes Klimatisierungskonzept erstellte. Aufgrund von vorherigen Aufträgen in vielen namhaften Gewerbe- und Industriebetrieben brachte das erfahrene Ingenieurbüro das nötige Know-how für das Projekt mit. So erstellte es bereits im Jahr 2012 ein Versorgungskonzept für den geplanten Neubau. Dafür wurde der exakte Druckluft-, Wärme-, Kälte- und Strombedarf ermittelt. Im Jahr 2014 wurden die Baupläne schließlich konkretisiert; im Sommer 2015 begannen die Bauarbeiten, die Ende 2016 abgeschlossen werden konnten.
Bei den Planungen waren eine hohe Auslastung und Energieeffizienz der installierten Anlagen für die Bauherren extrem wichtig. Dafür wurde ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 125 kW elektrischer Leistung sowie 184 kW thermischer Leistung geplant (Bild 2). Da im Unternehmen vor allem im Sommer auch ein hoher Kältebedarf besteht, um zum Beispiel die Produktionshalle zu kühlen, wurde eine Absorptionskältemaschine installiert (Bild 3).

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Autoren

Dipl.-Ing. (FH) Michael Gammel

Jahrgang 1960, studierte Versorgungstechnik, er ist Inhaber und Geschäftsführer der Gammel Engineering GmbH, Abensberg.

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