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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Sicher versorgt mit Warmwasser

Fehlende Kita-Plätze gaben den Anstoß für einen Neubau in Witten-Bommern, der barrierefreies Wohnen und eine integrative Kindertagesstätte unter einem Dach vereint. In dem von der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG errichteten Gebäude erfolgt die Warmwasserbereitung komplett dezentral. Trinkwasserstationen und Durchlauferhitzer gewährleisten Verbrühschutz und Trinkwassersicherheit.


Witten-Bommern ist ein Beispiel für viele Stadtteile im Ruhrgebiet: Bedingt durch den demografischen Wandel und ihre Heimatverbundenheit ist ein Großteil der dort lebenden Menschen mittlerweile über 60 Jahre alt. Jetzt erfolgen verstärkt städtebauliche Maßnahmen, die den Stadtbezirk für Familien mit Kindern attraktiv machen. Eine Durchmischung von Altersgruppen soll den Erhalt der Infrastruktur gewährleisten. Sowohl die Stadt Witten als auch die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG sehen sich bei dieser Aufgabe in der Verantwortung.

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In Witten-Bommern im Ruhrgebiet wurde im Mai 2016 ein neues 14-Parteien-Wohnhaus der Genossenschaft Witten-Mitte eG bezugsfertig – integriert ist auch eine Kindertagesstätte

Als größtes ortsansässiges Wohnungsunternehmen hat die Witten-Mitte eG 1 800 Wohnungen im Besitz, einen großen Anteil davon in Bommern. Jährlich werden mehrere Millionen Euro in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau investiert – 2015 waren es 6,5 Mio. Für eine zukunftssichere Aufstellung reicht es jedoch nicht mehr aus, zeitgemäßen und gepflegten Wohnungsbestand zu vermieten, berichtet Frank Nolte, Vorstandsvorsitzender der Witten-Mitte eG: „Wohnbegleitende soziale Dienstleistungen sind von älteren Mietern, jungen Paaren und Familien immer stärker gefragt.“ Das war der Grund für den Bau eines dreigeschossigen Gebäudes mit 14 öffentlich geförderten, barrierefreien Wohnungen und einer Kindertagesstätte in Hanggeschosslage (Bild 1). Die Witten-Mitte eG realisierte komfortable 1,5 bis 4-Zimmer Wohnungen mit Flächen zwischen 47 und 95 m², die Kindertagesstätte bietet auf 470 m² viel Platz für zwei Gruppen mit jeweils 18 Kindern ab zwei Jahren. Darunter sind vier integrative Plätze für Kinder mit Behinderung vorgesehen.

Wohnen mit hoher sozialer Lebensqualität

Für die Planung beauftragte die Witten-Mitte eG das Stadtplanungs-, Architektur- und Ingenieurbüro Dr. Schramm Fronemann Partner aus Gelsenkirchen. Entstanden ist ein gemischt genutztes Gebäude mit durchdachten Detaillösungen, das in allen Belangen überzeugt: In seiner Gestaltung und Lage am Bommerfelder Ring nimmt der Neubau Bezug auf zwei vorhandene Mehrfamilienhäuser der Witten-Mitte eG, mit dem Ziel einer gut funktionierenden Haus- und Blockgemeinschaft. Der parkähnliche Grünzug, an dessen Ende sich das neue Gebäude befindet, bietet entspannende Naherholung. Grünflächen und Verbindungswege werden gemeinsam genutzt. Die Wohnungen im Neubau sind im Erdgeschoss zugänglich. Das Kellergeschoss befindet sich im Hang und ist gleichzeitig die Kindertagestätte mit separatem Eingang. Eine Rampe führt bequem von den Wohnungen zur Kindertagesstätte. Die hochwertige Bauweise und die Ausstattung erfüllen alle Komfortansprüche der Lebenshilfe Witten e.V., Trägerin der Kindertagesstätte, und der Mieter. Vorgeplante Aufrüstmöglichkeiten für das Wohnen im Alter bereiten die Bewohner optimal auf die Zukunft vor. Das 1. Obergeschoss mit vier Wohnungen ist für Rollstuhlfahrer uneingeschränkt nutzbar. Durch den Einsatz vorgefertigter Außen- und Innenwände ließ sich der Massivbau in nur neun Monaten realisieren.

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Autoren

Dipl.-Betriebsw. (FH) René Bender

Referent Presse & Marketing, AEG Haustechnik, Nürnberg.

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