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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Heute stehen die Bedürfnisse der Menschen im Fokus

Das Bad ist ein Spiegel der Gesellschaft: Die anspruchslose „Nasszelle“ der Vergangenheit ist mittlerweile Investitionsobjekt für eine barrierefreie Zukunft. Alters- und behindertengerechte Wohnformen basieren maßgeblich auf gefahrlosen wie komfortablen Nutzungsmöglichkeiten des Badezimmers – und dies zunehmend nicht nur bei Neubauten.


Die Anforderungen an die Badgestaltung sind hoch: An kaum einem anderen Ort treffen sich die individuellen Bedürfnisse nach Intimität und Ästhetik, mit gesellschaftlichen Entwicklungen und technischen Möglichkeiten in ähnlich konzentrierter Form wie im Bad. Und an kaum einen Raum werden mehr und zum Teil widersprüchlichere Anforderungen gestellt: Ein modernes Bad soll den Platz effizient nutzen, elegant aussehen, dabei aber sicher und leicht zu reinigen sein. Das zeitgemäße Gestaltungskonzept, das diese Punkte umsetzt, heißt „Universal Design“. Damit werden Produkte so gestaltet und eingearbeitet, dass sie von möglichst allen Menschen gleichermaßen genutzt werden können, ohne jemanden durch Speziallösungen zu stigmatisieren.
Tatsächlich galt Barrierefreiheit lange Zeit als ästhetisches Manko, hat sich aber mittlerweile auf breiter Front durch hochwertiges Design durchgesetzt. Denn nicht nur Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität wissen die Vorteile barrierefreier Räume zu schätzen, sondern auch Familien mit kleinen Kindern. Barrierefreiheit bietet allen Menschen dieselben Vorteile: Die viel zitierte Schwellenlosigkeit steigert die Mobilität, indem sie alle Bereiche einer Immobilie zugänglich macht. Sie reduziert im Nassbereich das Sturzrisiko und erleichtert die Reinigung von Flächen und Armaturen. Darüber hinaus wirken die Räume weiter.
Bei der Planung barrierefreier Bäder stehen vor allem die Bedürfnisse der Nutzer im Vordergrund und geben die Wahl und Anordnung der Bauteile vor. Natürlich spielt auch die Demografie eine wesentliche Rolle, denn egal ob Öffentlicher Träger oder Hotelier: Wer heute ein Bad saniert, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten 20 Jahren nicht wieder tun. Jede solide Planung muss daher auch die alternde Gesellschaft und damit den ständig wachsenden Anteil der Senioren im Blick haben. Laut Statistischem Bundesamt werden schon im Jahr 2030 knapp 22 Millionen Menschen in Deutschland älter als 65 Jahre sein.

Planung – Schritt für Schritt sanieren geht auch

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Schwellenlose Duschwannen zählen zu den Klassikern barrierefreier Badgestaltung. Sie sind leichter zu reinigen als ein durchgefliester Duschbereich und bieten Trittsicherheit

Sicherheit, Komfort und Design – die Bedürfnisse von Menschen jeder Generation und jeder physischen Konstitution geben bei der Badgestaltung die Richtung vor. Das gilt für Hotels und Pflegeeinrichtungen wie für den privaten Bereich: Viel Bewegungsfreiheit vor den sanitären Einrichtungsgegenständen und ein großzügiger Duschplatz bieten maximalen Komfort und Sicherheit bei der täglichen Körperpflege. Wo Schwellen schwinden, zieht mehr Sicherheit ein. Die Produktpalette des Badexperten HSK zeigt, dass schon mit einzelnen Sanierungsmaßnahmen der Weg zum barrierefreien Bad ganz einfach beschritten werden kann. Der Einbau einer schwellenlosen Dusche kann beispielsweise den Anfang markieren (Bild 1). Ob Duschwanne oder durchgängig gefliester Duschbereich ist dabei nicht nur eine Frage des Geschmacks: Bei der durchgehenden Verfliesung bieten grobporige Fugen zwischen den Fliesen Bakterien und Schmutz eine ideale Brutstätte, weshalb diese Lösung vor allem bei hochfrequentierter Nutzung schwieriger sauber zu halten ist. Zudem können fehlerhaft abgedichtete Fugen mittelfristig Wasserschäden begünstigen. Probleme, die bei superflachen Duschwannen nicht auftreten. Da sie in zahlreichen Größen und Design-Ausführungen erhältlich sind, eignen sie sich für den Einsatz in kleinen ebenso wie in großzügigen Bädern. Für entspanntes Duschen sorgen Sitzgelegenheiten wie Bänke oder an der Wand montierte Sitze in Kombination mit Haltestangen. Starke Kontraste in der Farbwahl und der Oberflächenstruktur bieten älteren Menschen zudem gute Orientierungsmöglichkeiten, rutschhemmende Beläge steigern wirkungsvoll die allgemeine Sicherheit. Auch die bodengleiche Ausführung der Dusche verringert das Sturzrisiko.

Verschiedenste Möglichkeiten

Moderne Sanitärprodukte bieten heute selbst bei kleinen oder problematischen Grundrissen zahlreiche Möglichkeiten, die Anforderungen zu erfüllen. Wer beispielsweise in einem kleinen Bad nicht auf die Badewanne verzichten möchte, kann auf Produkte wie die Duschwanne Dobla von HSK zurückgreifen.

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Autoren

 Joachim Schulte-Lohgerber

Diplom-Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführender Gesellschafter der HSK Duschkabinenbau KG, Olsberg.

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