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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Beim Oberbürgermeister stimmen die Werte

Für die langfristige Betriebssicherheit einer Heizungsanlage kommt dem Füllwasser eine elementare Bedeutung zu. Verbindliche Grenzwerte für Wasserhärte und pH-Wert sind deshalb in der VDI-Richtlinie 2035 festlegt. Um das Heizungssystem der Büro- und Verwaltungsgebäude im Rathaus Pforzheim nach diesen Vorgaben einzustellen, setzten die Verantwortlichen auf eine Lösung der perma-trade Wassertechnik GmbH. Sie ermöglichte die sichere Aufbereitung der 50 000 l-Anlage bei laufendem Betrieb.


Bild 1 Im Pforzheimer Rathaus hat man sich dazu entschlossen das Heizungssystem zu überprüfen und auf optimalen Betrieb einstellen zu lassen

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Im Pforzheimer Rathaus hat man sich dazu entschlossen das Heizungssystem zu überprüfen und auf optimalen Betrieb einstellen zu lassen

Die Stadtverwaltung Pforzheim ist mit rund 2 300 Beschäftigten eine der größten Arbeitgeberinnen am nördlichen Rande des Schwarzwalds. Um in den Büro- und Verwaltungsgebäuden des neuen Rathauses (Bild 1) einen reibungslosen Heizungsbetrieb und eine ideale Energieeffizienz erzielen zu können, setzte der Verantwortliche für die technische Gebäudeausrüstung auf die Beratung der Firma Bischoff Sanitär und Heizung.

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Die Komplexität der verzweigten 50 000 l-Anlage ist eine besondere Herausforderung

Deren Wasser-Experte unterzog zunächst das Heizungsfüllwasser der Anlage einer genauen Prüfung (Bild 2). Die gemessenen Werte legten eine Heizungswasseraufbereitung in der Tat dringend nahe. Denn mit einer Resthärte von 5° dH, einer Leitfähigkeit von 233 µS/cm und einem pH-Wert von 8,4 entsprachen die Wasserwerte nicht den Vorgaben der VDI-Richtlinie 2035. Diese definiert den aktuellen Stand der Technik und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Funktionssicherheit der Heizungsanlage bei energieoptimiertem Betrieb. Wer Heizungswasser verwendet, das nicht den Vorgaben dieser Richtlinie entspricht, riskiert zudem seine Garantieansprüche. Bei Nichteinhaltung liegt das Gewährleistungsrisiko im Schadensfall beim Betreiber beziehungsweise oftmals beim Fachbetrieb, der die Befüllung vorgenommen hat.

Wasserhärte, ph-Wert und Leitfähigkeit im Blick

Für eine VDI-konforme Heizungswasserqualität ist zum einen die Wasserhärte ausschlaggebend. Sie ist gleichbedeutend mit der Konzentration der im Wasser gelösten Magnesium- und Kalzium-Ionen. Aus diesen Härtebildnern entstehen beim Erhitzen Kalkbeläge, welche die Wärmeübertragung erheblich reduzieren. Der pH-Wert des Füllwassers wiederum hat Auswirkungen auf unerwünschte Korrosionsreaktionen. Ist er zu niedrig oder zu hoch, wirkt sich das negativ auf die Lebensdauer der im Heizkreislauf verwendeten metallischen Bauteile aus. Eine weitere entscheidende Rolle für die Lebensdauer einer Anlage spielt zudem die Leitfähigkeit und damit verbunden der Gehalt an potenziell korrosiven Salzen. So behindern Wässer mit geringer Leitfähigkeit (k 100 µS/cm) nicht nur den Korrosionsstrom über die Wasserphase, sondern enthalten auch eine geringere Menge korrosiv wirkender Ionen wie beispielsweise Chlorid und Sulfat.

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