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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Fußbodentemperierung im Krankenhaus

Ein wesentlicher Pluspunkt der Flächenheizung besteht in der Möglichkeit, sie ohne größeren Aufwand auch zur stillen Kühlung von Räumen zu nutzen. Wie sinnvoll der Einsatz von Flächenheiz- und -kühlsystemen speziell im Krankenhausbau ist, zeigt dieser Beitrag anhand der Systeme eines Herstellers aus dem oberbayerischen Bischofswiesen.


Bild 1 Die PYD-Thermosysteme mit den patentierten Pyramiden-Leitblechen kommen in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz, so auch in den Stationsfluren. Sie werden zum Heizen – und vor allem zum passiven Kühlen eingesetzt

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Die PYD-Thermosysteme mit den patentierten Pyramiden-Leitblechen kommen in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz, so auch in den Stationsfluren. Sie werden zum Heizen – und vor allem zum passiven Kühlen eingesetzt

Die Nutzung von Boden, Wand oder Decke zur Wärme- oder Kälteabgabe in Räumen birgt zahlreiche Vorteile. So sind es die thermische Behaglichkeit, geringe Luftbewegungen, ein sparsamer und umweltfreundlicher Betrieb und, vor allem im Krankenhaus wichtig: der Hygieneaspekt, mit denen temperierte Flächen punkten. Denn Zwischenräume in den Heizlamellen, z. B. bei konventionellen Konvektorheizkörpern, bieten den Nährboden für Bakterien. Die Luftbewegungen über den Heizkörpern sorgen zudem für die Verteilung von Keimen im Patientenzimmer. Anders bei der Raumtemperierung über die Fußbodenfläche. Hier ist eine einfache und hygienische Reinigung, ohne schädliche Staubaufwirbelungen, gewährleistet.

Kurze Latenzzeit und hoher Wirkungsgrad

Ein Argument, das bis heute noch immer angeführt wird: lange Latenz- zeiten von Flächentemperierungsystemen. Das stimmt jedoch längst nicht mehr. Optimierte Produkte und Wärmeleiter, geringe Rohrquerschnitte oder exakte Lastberechnungen und detaillierte Verlegungspläne schaffen Reaktionszeiten von wenigen Stunden im Bauteil – wie bei den PYD Themosystemen. Dank des patentierten Thermoleitblechs aus Aluminium mit Pyramidenprägung (Bild 1) vergrößert sich die Oberflächenstruktur der Heiz- oder Kühlfläche um mehr als 30 %. Daraus resultiert eine schnelle Aufheizung oder Flächenkühlung. Zudem ist im Kühlungsmodus die zeitnahe Abführung der Wärmelasten aus den Räumen, wie sie beispielsweise von medizinischen Geräten im Patientenzimmer verursacht werden, gewährleistet. Hinzu kommt, dass aufwendige Lüftungstechnik für die Wärmeableitung nicht nötig ist.

Die sinnvollen Einsatzbereiche abwägen

Zum Einsatz kommen die PYD-Thermosysteme in erster Linie in Patientenzimmern und Büros, in denen hohe Luftbewegungen aus Lüftungsanlagen grundweg als unangenehm wahrgenommen werden.

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Autoren

Dipl.-Ing. Arch. (FH) Tim Westphal

Redakteur bei LAST PR, Büro München

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