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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Nachhaltige Schadensminimierung durch Heizungswasser-Aufbereitung

Dem Heizungswasser, seinen Anforderungen und seiner Qualität im Heizkreislauf wird noch immer zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist fahrlässig und verursacht ungeplante Heizungsausfälle und teure Reparaturen. Wasseraufbereitung ist daher auch für kleinere Anlagen sinnvoll und ein Garant für den langlebigen und störungsarmen Betrieb der Heizung.


Neben einem Blick in die Historie der Heiztechnik wurden im ersten Teil dieses Beitrages1) die Auswirkungen der für den Heizungskreislauf schädlichen Wasserinhaltsstoffe betrachtet, d.h. die Rolle der Härtebildner, Korossion, Bakterien und des Magnetits.

Lesen Sie hier den ersten Teil dieses Beitrages

Der folgende zweite Teil konzentriert auf die Hürden in der Praxis bezüglich der Befüllung des Heizkreislaufes und der Wasseraufbereitung.

Statement zur innovativen Heizungstechnik

Hersteller- und Markenübergreifend kann man besonders für geschlossene Heiz- und Kühlkreisläufe festhalten: Die Anlagentechnik war noch nie so anspruchsvoll, die Systeme noch nie so komplex und die Anlagenvolumina noch nie so groß wie heute. Die aktuellen Heizungskomponenten lassen sich hinsichtlich der Technologie wie auch der Sensibilität gegenüber den vorgenannten Wasserinhaltsstoffen nicht mehr mit den Komponenten von vor 20 oder 30 Jahren vergleichen.

Erneuerbare Energien Verordnung

Dem Thema Wasser wird immer mehr Bedeutung zugesprochen. Das geschieht zum Beispiel durch die Erneuerbare Energien Verordnung (EnEV). Die benötigte Wärmeenergie wurde im Neubau von heute drastisch reduziert – und zum Großteil durch eine moderne Gebäudehülle realisiert: Um die Transmissionsverluste zu verringern, wurde die Dämmung der Hüllfassade verbessert.
Hier ist technologisch wie wirtschaftlich ein maximal vertretbares Maß erreicht. Für eine weitere energetische Optimierung rücken somit weitere Bauteile des Hauses in den Fokus. Vor allem die moderne Heizungstechnik ist hier beispielhaft zu nennen. Durch die starke Reduzierung der benötigten Heizenergie gewinnt die Hilfsenergie deutlich an Bedeutung (Bild 8).

Bild 8 Balkendiagramm Neubau/Altbau Heizenergie/Hilfsenergie

Bild 8
Balkendiagramm Neubau/Altbau Heizenergie/Hilfsenergie


Bei der Bestimmung des Gesamtenergiebedarfs muss diese also mit in die Berechnung einfließen. Die Hilfsenergie versorgt in Form von elektrischer Energie die Pumpen, Lüfter, Brenner und die Steuerung der Anlagentechnik. Das Wärmeträgermedium Wasser hat in der Heizungsanlage die Aufgabe, die Wärmeenergie zu transportieren. Wenn jedoch Verschlammung und Ablagerungen dies erschweren, steigt zwangsläufig der Hilfsenergiebedarf. Die Folge: Der Gesamtenergiebedarf wird negativ beeinflusst. Hinzu kommt, dass durch Steinbildung an den Wärmeübertragerflächen die Verluste (und somit der Heizenergiebedarf) beachtlich steigen. Dieser schleichende Prozess reduziert nachhaltig die Effizienz aller Systemkomponenten. Die Antwort der EnEV ist zu diesem Thema ist recht einfach gehalten: Die Energieeffizienz der Anlage muss aufrechterhalten werden.

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Autoren

 Marcus Bernhardt

Produktmanager für die Produktbereiche Wasseraufbereitung, Gas-Brennwert (Entry Level), Mikro-KWK, Heizwert und Abgassysteme bei Brötje, Rastede.

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