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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Forum für Trinkwasserhygiene und Sanitärwerkstoffe

Rund 70 Fachleute besuchten am 28. Juni 2017 das „Forum GMS“ in Mainz, die jährlich stattfindende Tagung für Trinkwasserhygiene und Werkstoffe. Auf dem renommierten Forum der Gütegemeinschaft Messing-Sanitär e.V. (GMS) erhielten Werkstoff-Experten einen guten Überblick zum Stand der Technik, Forschung und Entwicklung im Markt der Sanitärlegierungen.


Rund 70 Fachleute kamen zum Forum GMS 2017 ins Hilton Hotel Mainz

Rund 70 Fachleute kamen zum Forum GMS 2017 ins Hilton Hotel Mainz

Der Fokus richtete sich in diesem Jahr auf die Frage, welche regulatorischen Trends jenseits der UBA-Liste die künftige Entwicklung des Marktes beeinflussen werden. Damit zusammenhängend rüstet sich auch die GMS für die Zukunft und will sich als neu gegründeter „Gesamtverband Messing-Sanitär e.V.“ einem deutlich größeren Mitgliederkreis öffnen. „Wir verstehen uns als Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette und laden auch Sanitär-Fachhändler und Handwerksinnungen ein, bei uns Mitglied zu werden“, sagte der GMS-Vorstandsvorsitzende Alexander Dehnelt. „Die F&E-Aktivitäten zur Optimierung von Sanitärwerkstoffen werden intensiviert und auch der fachliche Austausch wird verstärkt.“ Geplant sind neben dem Forum auch neue Formate mit Workshop-Charakter.
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GMS-Vorstand Alexander Dehnelt erläuterte die Gründe für die Neupositionierung als Gesamtverband

Seit dem 10. April 2017 ist die Positivliste des Umweltbundesamtes (UBA) für „hygienisch geeignete“ metallene Werkstoffe für Trinkwasser-Installationen rechtsverbindlich. Doch mit der UBA-Liste 2017 hört die gesetzliche Regulierung in diesem Einsatzfeld nicht auf. „Die UBA-Liste macht klare Aussagen zur hygienischen Eignung, nicht aber zur technischen Eignung von Sanitärwerkstoffen“, erläuterte Dehnelt in seinem Eröffnungsvortrag. „Doch nur beide Kriterien zusammen erlauben Schlüsse über die tatsächliche Einsatzfähigkeit der Sanitärlegierungen auf dem Markt.“ Dies ermögliche die UBA-Liste nur im Zusammenspiel mit Werkstoffempfehlungen, wie z. B. der etablierten GMS-Werkstoffliste für Kupfer-Zink-Legierungen als technischem Pendant. Mit dieser Werkstoffliste, den Werkstoff-Langzeituntersuchungen und weiteren Maßnahmen hätten die wesentlichen Ziele der GMS weitgehend Eingang in den Stand der Technik gefunden, weshalb die RAL Gütesicherung nicht fortgeführt werde.

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